So­zi­al­de­mo­kra­tisch do­mi­niert

Schwaebische Zeitung (Riedlingen) - - MEINUNG & DIALOG -

Die „Neue Zürcher Zei­tung“kom­men­tiert die Po­li­tik der SPD in der ge­plan­ten Gro­ßen Ko­ali­ti­on:

„Der Ham­bur­ger Ers­te Bür­ger­meis­ter Olaf Scholz hat­te einst dem so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Re­for­mKanz­ler Ger­hard Schrö­der als SPDGe­ne­ral­se­kre­tär zur Sei­te ge­stan­den. Die ehe­ma­li­ge Ju­so-Vor­sit­zen­de Andrea Nah­les hat sich als Ar­beits­mi­nis­te­rin der letz­ten Gro­ßen Ko­ali­ti­on als ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te und ver­läss­li­che Prag­ma­ti­ke­rin mit schar­fem so­zi­al­po­li­ti­schem Pro­fil pro­fi­liert. Die bei­den so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Zug­pfer­de wer­den der Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel ge­hö­rig Kon­kur­renz zu ma­chen ver­su­chen, mit ganz ähn­li­chen Wer­ten und In­hal­ten wie Ver­läss­lich­keit, so­zia­ler Für­sor­ge, wirt­schafts­und fi­nanz­po­li­ti­scher Kom­pe­tenz, ge­wis­ser­ma­ßen als die bes­se­re Mit­te-Par­tei. Mit dem Ehr­geiz der Auf­stei­ger, dem Rü­cken­wind ei­nes so­zi­al­de­mo­kra­tisch do­mi­nier­ten Re­gie­rungs­pro­gramms und der Kon­trol­le von drei Schlüs­sel­mi­nis­te­ri­en wer­den sie den Druck er­hö­hen. Für Mer­kels CDU dürf­te der Platz in der Mit­te un­ge­müt­li­cher wer­den.“

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