Auch Tat­too-Ent­fer­nung birgt Ri­si­ken

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SEITE DREI -

Knapp je­der Zehn­te ist in Deutsch­land tä­to­wiert. Bei den un­ter 30-Jäh­ri­gen fast je­der Vier­te. Beim Tä­to­wie­ren dringt die Na­del in die zwei­te Haut­schicht vor. Bak­te­ri­en kön­nen auch über die Far­ben ein­drin­gen und In­fek­tio­nen her­vor­ru­fen. Tat­toos kön­nen ent­fernt wer­den. Ge­setz­li­che Kas­sen zah­len das in der Re­gel nicht. Fast im­mer blei­ben Nar­ben. Die Mög­lich­kei­ten: Der­ma­bra­si­on: Die Haut wird mit ei­nem Sand­strahl­ge­rät oder ei­ner Frä­se ab­ge­schlif­fen. Dia­ther­mie: Strom wird in die Haut ge­lei­tet und er­zeugt Hit­ze. Der Farb­stoff wird ver­brannt. Auch um­ge­ben­de Zel­len ster­ben ab. Die Ab­hei­lung dau­ert Mo­na­te. Che­mi­sches Pee­ling: Ei­ne che­mi­sche Sub­stanz (z. B. Frucht­säu­re) wird auf die Haut ge­ge­ben, die sich dann schält. Frei wer­den­de Farb­pig­men­te kön­nen u. a. mit Was­ser ab­ge­tra­gen wer­den. Die Haut er­neu­ert sich von in­nen. La­ser: Ein Licht­blitz dringt in die Haut ein. Farb­pig­men­te ab­sor­bie­ren das Licht und zer­plat­zen. Die Bruch­stü­cke wer­den über Lym­phe oder Blut­bahn trans­por­tiert und über Nie­re oder Darm aus­ge­schie­den. Sechs bis zwölf Sit­zun­gen sind not­wen­dig. Für ein hand­tel­ler­gro­ßes Tat­too kos­tet ei­ne Sit­zung rund 100 bis 200 Eu­ro.

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