Deutsch­land nahm in EU die meis­ten Flücht­lin­ge auf

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

LUXEMBURG (AFP) - Deutsch­land hat 2016 die meis­ten Flücht­lin­ge in der EU auf­ge­nom­men. 445 210 Asyl­be­wer­ber be­ka­men nach An­ga­ben der EU-Sta­tis­tik­be­hör­de Eu­ro­s­tat ei­nen po­si­ti­ven Be­scheid. Das sind drei­mal so vie­le wie noch 2015. In der ge­sam­ten EU wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr 710 400 Men­schen als schutz­be­dürf­tig an­er­kannt. Mehr als die Hälf­te von ih­nen stamm­ten aus Sy­ri­en (405 600), ge­folgt von Ira­kern (65 800) und Af­gha­nen (61 800).

70 Pro­zent der Sy­rer (294 710), die in der EU ei­nen Schutz­sta­tus er­hiel­ten, fan­den den An­ga­ben zu­fol­ge in Deutsch­land Zuflucht. Aus dem Irak ge­währ­te die Bun­des­re­pu­blik 48 820 Men­schen Asyl, aus Af­gha­nis­tan 39 270. Von den Asyl­be­wer­bern, die im ver­gan­ge­nen Jahr Schutz in der EU er­hiel­ten, wur­den mehr als die Hälf­te als Flücht­lin­ge an­er­kannt (389 670), 263 755 be­ka­men sub­si­diä­ren Schutz und 56 970 Men­schen wur­de ei­ne Auf­ent­halts­er­laub­nis aus hu­ma­ni­tä­ren Grün­den er­teilt.

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