Her­mann Schwö­rer wird 95

Der Un­ter­neh­mer und CDU-Po­li­ti­ker fei­ert am 1. Mai ei­nen be­son­de­ren Ge­burts­tag

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN -

SIG­MA­RIN­GEN (fxh) - Der lang­jäh­ri­ge Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Her­mann Schwö­rer fei­ert am 1. Mai sei­nen 95. Ge­burts­tag. In sei­ner Vil­la am Ran­de des Prin­zen­gar­tens soll es ei­ne klei­ne Fei­er ge­ben. Der Ge­sell­schaf­ter der Schwö­rer-Haus-Grup­pe möch­te an sei­ne Stif­tung er­in­nern, die vor zehn Jah­ren zu sei­nem 85. Ge­burts­tag ge­grün­det wur­de.

Sei­ne öf­fent­li­chen Auf­trit­te sind sel­te­ner ge­wor­den, aber kürz­lich beim Stark­bier­fest der Uni­on in Laiz war Schwö­rer an der Sei­te sei­ner Frau So­fie Gast. In den 1950er-Jah­ren kam er nach Sig­ma­rin­gen. Ei­gent­lich hät­te der Ju­rist Di­plo­mat wer­den sol­len, bis sein Bru­der schwer ge­zeich­net aus dem Krieg heim­kehr­te und die Fa­mi­lie nach Sohn Her­mann rief, um in der Fir­ma mit an­zu­pa­cken. Die Brü­der har­mo­nier­ten präch­tig: Hans war der Kauf­mann mit tech­ni­schem Hin­ter­grund, Her­mann der Ver­käu­fer. „Mit den Leu­ten schwät­zen konn­te ich schon im­mer“, sag­te er in ei­nem In­ter­view, das zu sei­nem 90. Ge­burts­tag er­schien. Auch als die in Ober­stet­ten auf der Alb (Land­kreis Reut­lin­gen) an­säs­si­ge Fir­ma in Sig­ma­rin­gen ei­nen Bau­stoff­han­del er­öff­ne­te, war es die Auf­ga­be von Her­mann Schwö­rer, neue Kun­den zu ge­win­nen. Über die hol­pe­ri­ge An­fangs­zeit sag­te er: „Erst hat man uns be­lä­chelt und dann ha­be ich ge­kämpft.“

We­gen der be­schei­de­nen Zah­lungs­mo­ral der Kun­den gab der Va­ter die Lo­sung aus, selbst zu bau­en – aus dem Bau­stoff­händ­ler wur­de ein Un­ter­neh­men, das Häu­ser bau­te und sich zu ei­nem be­deu­ten­den Fer­tig­haus­un­ter­neh­men ent­wi­ckel­te. Heu­te führt sein Nef­fe Jo­han­nes die Un­ter­neh­mens­grup­pe, die an sie­ben Stand­or­ten in Deutsch­land 1730 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt.

Sein Ab­schied aus dem Bun­des­tag liegt 23 Jah­re zu­rück. Schwö­rer be­schäf­tigt sich seit­her über­wie­gend mit dem Un­ter­neh­men. „Den 95. Ge­burts­tag schafft mein Mann hun­dert­pro­zen­tig und den Baum für den 100. ha­be ich be­reits aus­ge­sucht“, sag­te sei­ne Ehe­frau vor fünf Jah­ren. Zu­min­dest mit ih­rer ers­ten Vor­her­sa­ge hat sie Recht be­hal­ten.

FO­TO: AR­CHIV

Her­mann Schwö­rer

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