Al­ter­s­ent­wick­lung ist nicht nur ein Se­nio­ren­the­ma

Ge­mein­de­rat bil­ligt Plä­ne des städ­ti­schen De­mo­gra­fie­kon­zepts ein­stim­mig

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN - Von Chris­toph War­ten­berg

SIG­MA­RIN­GEN - Die Lei­te­rin des Fach­be­reichs Fa­mi­lie, Ju­gend, Bil­dung und De­mo­gra­fie hat dem Ge­mein­de­rat das De­mo­gra­fie­kon­zept der Stadt vor­ge­stellt. Der Ge­mein­de­rat hat die­ses Kon­zept ein­stim­mig zur Kennt­nis ge­nom­men. Ei­ner der zen­tra­len Wün­sche ist, für Se­nio­ren ei­nen dau­er­haf­ten Treff­punkt ein­zu­rich­ten.

Ban­zer be­ton­te in ih­rem Vor­trag, dass die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung auf al­len Ge­bie­ten der kom­mu­na­len Gestal­tung be­rück­sich­tigt wer­den. Man wis­se, dass die Be­völ­ke­rung zu­neh­mend äl­ter wer­de. Man dür­fe dem aber nicht nur durch ver­stärk­te An­ge­bo­te und Hil­fen für be­tag­te Bür­ger Rech­nung tra­gen, son­dern müs­se auch der At­trak­ti­vi­tät für Fa­mi­li­en und der In­te­gra­ti­on von Mi­gran­ten Rech­nung tra­gen. „Wel­che Be­rei­che sind in Sig­ma­rin­gen zu­kunfts­ori­en­tiert, , wo ist Hand­lungs­be­darf ?, stell­te sie als Auf­trag für die Ar­beits­grup­pen her­aus. Die wei­te­ren Schrit­te in zwölf The­men­be­rei­che auf­ge­teilt. Bei ei­ner Klau­sur­ta­gung des Ra­tes wur­den zu­nächst fünf Hand­lungs­fel­der fest­ge­legt, die an­de­ren The­men wer­den im Kom­men­den Jahr ab­ge­ar­bei­tet.

Der ers­te Be­reich be­han­delt die Orts­tei­le. Hier geht es un­ter an­de­rem dar­um, jun­ge Fa­mi­li­en in den Or­ten zu hal­ten, wo­zu es un­ter an­de­rem Kin­der­gar­ten- und Schul­an­ge­bo­te wich­tig sind. Die al­te Bau­sub­stanz soll­te er­hal­ten blei­ben oder wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Für Se­nio­ren müs­sen Wohn­raum und Be­geg­nungs­stät­ten ge­schaf­fen wer­den. Über­dies will man das Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl mit der Kern­stadt stär­ken. Die Mo­bi­li­tät soll­te zum Bei­spiel durch ei­nen Ruf­bus er­hal­ten wer­den.

Bei der Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung soll­te man den ho­hen Standard für Fa­mi­li­en er­hal­ten. Be­geg­nungs­stät­ten wie Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­ser oder auch ein Ki­no wä­ren wün­schens­wert. Da Bar­rie­re­frei­heit der Stadt muss ver­bes­sert wer­den (Bahn­hof) und die Ent­wick­lung der me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung um Au­ge be­hal­ten wer­den. Brei­ten Raum nimmt der Kom­plex Wirt­schaft und Ar­beits­markt ein. Hier steht die Kon­ver­si­on in al­len Schat­tie­run­gen im Vor­der­grund. Die An­sied­lung neu­er Fir­men und die Bil­dung von so­ge­nann­ten Clus­tern (meh­re­re Fir­men aus ei­nem Wirt­schafts­be­reich) so­wie wei­te­re In­te­gra­ti­ons­be­mü­hun­gen wer­den auf­ge­führt.

Bei der bau­li­chen Stadt­ent­wick­lung wird ei­ne Fort­füh­rung der bis­he­ri­gen Ak­ti­vi­tä­ten un­ter dem Stich­wort „Stär­ken stär­ken“emp­foh­len. Ei­ne Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­pla­nung und wei­te­re Ver­net­zung so­wie ei­ne all­ge­mei­ne Ent­wick­lung der wirt­schaft­li­chen In­fra­struk­tur ste­hen hier im Mit­tel­punkt. Das The­ma Mo­bi­li­tät und In­fra­struk­tur be­zieht sich un­ter an­de­rem auf die Be­le­bung von Kul­tur­ein­rich­tun­gen wie dem Ki­no oder ei­nem Kon­zept für ei­ne le­ben­di­ge In­nen­stadt. Der öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr und die Ge­sund­heits­ein­rich­tun­gen müs­sen ge­för­dert wer­den.

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