Ber­tram Roth von der LBBW: „Sig­ma­rin­gen ist ei­ne klei­ne Groß­stadt“

Der Sig­ma­rin­ger Ge­mein­de­rat nimmt Kon­zep­te für die Zu­kunfts­si­che­rung bil­li­gend zur Kennt­nis

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN - Von Chris­toph War­ten­berg

SIG­MA­RIN­GEN - Ein­stim­mig ha­ben die Mit­glie­der des Ge­mein­de­rats das ge­samtört­li­che Ent­wick­lungs­kon­zept zur Kennt­nis ge­nom­men, das Ber­tram Roth von der LBBW Im­mo­bi­li­en Kom­mu­nal­ent­wick­lung Gm­bH vor­ge­tra­gen hat. Ein sol­ches Ent­wick­lungs­kon­zept ist Vor­aus­set­zung für den Er­halt von För­der­mit­teln durch das Land Ba­den-Würt­tem­berg. Als Leit­pro­jek­te wur­den die Sa­nie­rung des Quar­tiers IV, die Um­set­zung von „Flä­chen­ge­win­nung durch In­nen­ent­wick­lung“und das Ent­wick­lungs­pro­gramm länd­li­cher Raum auf­ge­führt.

„Sie wer­den vie­les von dem, was hier dar­ge­stellt ist, be­reits ken­nen“, sag­te Ber­tram Roth, er wer­de den­noch ei­nen Ge­samt­über­blick ge­ben. Er ha­be im Lau­fe der Un­ter­su­chun­gen fest­ge­stellt, dass Sig­ma­rin­gen mit­nich­ten nur ei­ne Kle­in­stadt, son­dern eher „ei­ne klei­ne Groß­stadt“sei. Über­dies ge­win­ne Sig­ma­rin­gen seit 2011 wie­der Ein­woh­ner hin­zu und das auch oh­ne die Erst­auf­nah­me­stel­le. Wich­tig sei die Si­che­rung und Er­gän­zung der Funk­ti­on und Aus­stat­tung als Mit­tel­zen­trum. Von größ­ter Be­deu­tung sei da­bei die Stand­ort­si­che­rung der ver­blei­ben­den Ein­rich­tun­gen so­wie der Aus­bau und die Er­gän­zung der An­ge­bo­te. Da­für sei die Breit­band­ver­sor­gung wich­tig. Ein Er­fah­rungs­aus­tausch durch Part­ner­schaf­ten im eu­ro­päi­schen Raum so­wie ei­ne Be­tei­li­gung am In­ter­re­gio-Pro­gramm Al­pen­raum­stra­te­gie sei­nen hilf­reich. Der Ent­wick­lung des In­nen­raums sei der Vor­zug zu ge­ben vor der Nut­zung der Frei- und Au­ßen­flä­chen. Hoch­wer­ti­ge Frei­an­la­gen und in­ner­städ­ti­sche Er­ho­lungs­räu­me so­wie die Wei­ter­ent­wick­lung der Gar­ten­schau-Dau­er­an­la­gen müs­se man im Au­ge be­hal­ten und da­bei sei­en auch die ent­spre­chen­den Ver­bän­de ein­zu­be­zie­hen. Das De­mo­gra­fie­kon­zept sei hier eben­falls von Be­lang (sie­he ge­son­der­ten Ar­ti­kel).

Die Si­che­rung und der Aus­bau der Viel­falt des Woh­nungs­an­ge­bo­tes müs­se mit ver­schie­de­nen Mit­teln, dar­un­ter auch För­der­pro­gram­men, si­cher­ge­stellt wer­den. Die ak­ti­ve Wirt­schafts­för­de­rung und die Kon­ver­si­on ste­hen im Mit­tel­punkt der künf­ti­gen Ent­wick­lung. Da­zu die­ne auch die An­sied­lung ei­nes Ho­tels. Das Ein­zel­han­dels­kon­zept und die In­nen­stadt­ver­mark­tung müss­ten in­ten­si­viert wer­den (groß­flä­chi­ger Ein­zel­han­del). Die Stadt als Schul- und Hoch­schul­stadt ma­che sie at­trak­tiv. Des­halb sol­le man die bil­dungs­po­li­ti­schen Stan­dards für al­le Al­ters- und Be­völ­ke­rungs­grup­pen si­chern. Da­zu ge­hört auch ei­ne ver­läss­li­che Be­darfs­pla­nung für Kin­der­gär­ten. Bä­der­kon­zep­ti­on, Kul­tur­kon­zep­ti­on, Bar­rie­re­frei­heit, Se­nio­ren­fo­rum und In­te­gra­ti­ons­kon­zept sei­en hier eben­falls von Be­lang. Als Leit­pro­jek­te für den öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr stell­te Roth die Do­nau­bahn, die Zol­lern­bahn, die Um­set­zung des Rad­ver­kehrs­kon­zepts, ei­nen Ge­samt­ver­kehrs­plan und die neue B 311 her­aus. Auch die Ver­bes­se­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz und ei­ne so­li­de Haus­halts­po­li­tik wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sind Be­stand­teil des Ent­wick­lungs­kon­zepts.

Ent­wick­lung des In­nen­raums soll vor Nut­zung von Frei­flä­chen kom­men.

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