Mee­res­schutz­gip­fel mit 150 Län­dern

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - JOURNAL -

HAM­BURG (AFP) - Die Um­welt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on WWF hat mit Blick auf den in­ter­na­tio­na­len Mee­res­schutz­gip­fel der Ver­ein­ten Na­tio­nen be­klagt, dass „die Zer­stö­rung ele­men­ta­rer Le­bens­räu­me wie Koral­len­rif­fe und Man­gro­ven be­droh­li­che Aus­ma­ße er­reicht“ha­be. Bei der fünf­tä­gi­gen Ver­an­stal­tung mit De­le­ga­tio­nen aus über 150 Län­dern, die am Mon­tag in New York be­gon­nen hat, „muss ein Rah­men ge­schaf­fen wer­den, der den Mee­res­schutz prak­tisch stärkt und vor­han­de­nes En­ga­ge­ment bün­delt“, for­der­te Chris­toph Hein­rich vom WWF.

Die Flut an Plas­tik­müll sei bis in ent­le­gens­te Mee­res­ge­bie­te und Tie­fen vor­ge­drun­gen. Über­di­men­sio­nier­te hoch­sub­ven­tio­nier­te Fi­sche­rei­flot­ten mach­ten Jagd auf schwin­den­de Fisch­be­stän­de und ge­fähr­de­ten die Er­näh­rung der Küs­ten­be­völ­ke­rung in Ent­wick­lungs­län­dern. Zu­dem dro­he durch den Tief­see­berg­bau die groß­flä­chi­ge Zer­stö­rung emp­find­li­cher Le­bens­räu­me am Mee­res­grund. „Wir brau­chen ei­nen ent­schlos­se­nen Kurs­wech­sel im Um­gang mit dem Oze­an, denn oh­ne Meer kein Le­ben“, er­klär­te Hein­rich. Ge­mäß der UN-Nach­hal­tig­kei­ta­gen­da soll es den Mee­ren bis 2030 bes­ser ge­hen, da­mit sie ih­re wich­ti­gen Funk­tio­nen wei­ter er­fül­len kön­nen.

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