Die meis­ten Er­trun­ke­nen gibt es im Süd­wes­ten

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - JOURNAL -

Im ver­gan­ge­nen Jahr er­tran­ken in Bay­ern 91 Men­schen. Da­mit liegt das Bun­des­land in die­ser Sta­tis­tik an ers­ter Stel­le. An zwei­ter folgt Ba­den-Würt­tem­berg mit 54 To­ten. Laut Ur­su­la Jung, Vi­ze­prä­si­den­tin des DLRG-Lan­des­ver­ban­des Ba­den-Würt­tem­berg, hängt die­se Zahl mit den vie­len klei­nen Se­en des Bun­des­lan­des zu­sam­men. Zwar kom­men vie­le Men­schen zum Ba­den dort­hin, gleich­zei­tig man­ge­le es aber an Wach­gän­gern. Es ge­be kaum Se­en, die stän­dig be­wacht wer­den. Da die meis­ten Wach­gän­ger zu­dem auf frei­wil­li­ger oder eh­ren­amt­li­cher Ba­sis ar­bei­ten, feh­le es ge­ra­de an Wo­che­n­en­den oder in den Fe­ri­en an Auf­sichts­kräf­ten. Vie­le Kom­mu­nen zö­gen sich da­bei le­dig­lich durch Hin­weis­schil­der aus der Ver­ant­wor­tung. Dies sei auch in Bay­ern ein Pro­blem, er­klärt Achim Wie­se, Pres­se­spre­cher der Bun­des­ge­schäfts­stel­le des DLRG. Die Men­schen im Sü­den Deutsch­lands schwäm­men nicht grund­sätz­lich schlech­ter als im Nor­den. Zu­dem ver­fü­ge Bay­ern auch über ei­ne Viel­zahl an Se­en und Flüs­sen, sagt Micha­el Förs­ter vom Bay­ri­schen DLRG. Ein Groß­teil der Flüs­se, wie zum Bei­spiel die Do­nau oder der Main, sei­en zu­dem sehr rei­ßend. Im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich wei­sen Deutsch­land und Groß­bri­tan­ni­en üb­ri­gens die ge­rings­te Zahl an Ba­de­to­ten je 100 000 Ein­woh­ner auf. (lea)

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