Pap­pel stürzt nur knapp nach den Ka­nu­fah­rern in die Do­nau

Ein Bi­ber fällt bei Laiz ei­nen 15 Me­ter ho­hen Baum

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN -

SIGMARINGEN (fxh/pl) - Da hät­te Schlim­me­res pas­sie­ren kön­nen: Als vier Ka­nu­fah­re­rin­nen am Pfingst­sonn­tag ge­gen 16.45 Uhr auf der Do­nau zwi­schen Laiz und Sigmaringen fuh­ren, krach­te hin­ter ih­nen ei­ne zir­ca 15 Me­ter ho­he Pap­pel in den Fluss.

Ein Bi­ber hat­te den Baum an­ge­nagt. Ver­mut­lich ei­ne Wind­böe brach­te ihn zu Fall, sagt Bernd Schneck, der Ge­schäfts­füh­rer des Na­tur­parks Obe­re Do­nau. Sieg­fried Franz, der Va­ter ei­ner der Ka­nu­fah­re­rin­nen, wand­te sich an die „Schwä­bi­sche Zei­tung“. In sei­ner E-Mail schreibt er: „Die Boots­fah­re­rin­nen ka­men mit dem Schre­cken da­von, weil sie glück­li­cher­wei­se am rech­ten Ufer ent­lang ge­pad­delt wa­ren.“Der Baum fiel auf der lin­ken Ufer­sei­te kurz vor der Brü­cke in die Do­nau. Nach An­ga­ben von Sieg­fried Franz ist der Baum cir­ca 15 Me­ter groß und sein Stumpf et­wa 40 Zen­ti­me­ter dick. „Hät­ten sie sich für die an­de­re Seite ent­schie­den ... nicht aus­zu­den­ken!“ Ein­fach aus dem Nichts fällt der Baum nicht, sagt Bernd Schneck vom Na­tur­park. Im Zu­sam­men­hang mit den Nie­der­schlä­gen müs­se hier ei­ne Wind­böe am Werk ge­we­sen sein.Vom Bi­ber an­ge­fres­sen wur­de die Pap­pel schon vor Mo­na­ten - Spa­zier­gän­gern ist der Baum häu­fi­ger auf­ge­fal­len: Sieg­fried Franz be­rich­tet von ak­tu­el­len Na­ge­s­pu­ren. Al­ler­dings wä­re dies un­ty­pisch, denn nach An­ga­ben von Förs­ter Bernd Schneck na­gen Bi­ber die Bäu­me in den Herbst- und Win­ter­mo­na­ten an. Ak­tu­ell er­näh­ren sie sich über­wie­gend von Knos­pen. Für die Pfle­ge des Do­nau­rad­strei­fens ist die Ge­wäs­ser­di­rek­ti­on Do­nau/Bo­den­see zu­stän­dig, die ei­nen Be­triebs­hof in Sigmaringen hat. Ih­re Mit­ar­bei­ter ge­hen den Fluss re­gel­mä­ßig ab. „Es kann sein, dass sie den an­ge­grif­fe­nen Baum nicht ent­deckt ha­ben“, sagt Förs­ter Schneck. Der Lan­des­be­trieb Ge­wäs­ser, der zum Re­gie­rungs­prä­si­di­um Tü­bin­gen ge­hört und ein Bü­ro in Sigmaringen hat, über­prüft bis zu zwei­mal jähr­lich rou­ti­ne­mä­ßig die Bäu­me an der Do­nau. Dies teilt Pres­se­spre­cher Si­mon Kist­ner vom Re­gie­rungs­prä­si­di­um mit. Hin­zu kä­men wei­te­re un­re­gel­mä­ßi­ge Be­ge­hun­gen. „Dies ist bei­spiels­wei­se jetzt der Fall. Die Bäu­me im Be­reich rund um die ge­fal­le­ne Pap­pel wer­den ak­tu­ell un­ter­sucht“, sagt er.

FO­TO: SIEG­FRIED FRANZ

Bei Laiz fällt ein Bi­ber ei­ne 15 Me­ter ho­he Pap­pel.

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