So­gar das Re­gie­rungs­prä­si­di­um spricht jetzt von ei­ner LEA

Es gibt ei­ne neue Sprach­re­ge­lung

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN -

SIG­MA­RIN­GEN (fxh) - Die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung für Flücht­lin­ge wird jetzt auch vom Be­trei­ber als Lan­des­erst­auf­nah­me­stel­le (LEA) be­zeich­net. Bis­lang ver­mie­den die Ver­ant­wort­li­chen die­se Be­zeich­nung und nann­ten die Ein­rich­tung ei­ne Erst­auf­nah­me­stel­le. Als sich die LEA-Lei­tung kürz­lich mit Händ­lern der Stadt aus­tausch­te (die SZ be­rich­te­te), war auf der of­fi­zi­el­len Prä­sen­ta­ti­on von ei­ner LEA die Re­de.

Ein Spre­cher des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums (RP) be­stä­tigt die neue Sprach­re­ge­lung. So lan­ge die Ver­hand­lun­gen zwi­schen dem Land, der Stadt und dem Land­kreis noch nicht ab­ge­schlos­sen sind, gel­te die­se Re­ge­lung un­ter Vor­be­halt. „In der Pra­xis wird mitt­ler­wei­le häu­fig un­ein­ge­schränkt von LEA ge­spro­chen“, sagt RP-Spre­cher Stef­fen Fink auf An­fra­ge der „Schwä­bi­schen Zei­tung“.

In ei­ner LEA un­ter­hält das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge ei­ne Au­ßen­stel­le. Dies ist in Sig­ma­rin­gen der Fall. Ei­ner LEA steht au­ßer­dem ein Po­li­zei­pos­ten zu. Hier­über müs­sen sich die Stadt und das Land je­doch noch ei­ni­gen.

Ver­hand­lun­gen: Es gibt wei­ter kein Er­geb­nis

Die Ver­hand­lun­gen über ei­nen dau­er­haf­ten Be­trieb der LEA in Sig­ma­rin­gen lau­fen nach wie vor. Laut Stadt­ver­wal­tung gibt es bei der Zahl der Flücht­lin­ge, der For­de­rung nach ei­nem be­fris­te­ten Be­trieb bis 2020 und der Po­li­zei­prä­senz un­ter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen. Stadt­spre­che­rin An­ja Heinz sagt auf An­fra­ge: „Nach heu­ti­gem Stand könn­te es im Jul­li neue In­for­ma­tio­nen ge­ben.“Ur­sprüng­lich soll­ten die Ver­hand­lun­gen im Früh­jahr ab­ge­schlos­sen sein.

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