Auf Wer­ner Mül­ler war­ten neue Her­aus­for­de­run­gen

Walds Bür­ger­meis­ter wird für sei­ne vier­te Amts­zeit ver­pflich­tet – Die Ver­ei­ne der Ge­mein­de wün­schen sich ei­ne bes­se­re För­de­rung

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WALD - Von An­thia Sch­mitt

WALD - In ei­ner öf­fent­li­chen Ge­mein­de­rats­sit­zung am Di­ens­tag ist Walds Bür­ger­meis­ter Wer­ner Mül­ler für sei­ne vier­te Amts­zeit ver­pflich­tet wor­den. Ne­ben den Ge­mein­de­rä­ten und Ver­tre­tern aus der Po­li­tik, dar­un­ter ei­ni­ge Bür­ger­meis­ter aus den Nach­bar­ge­mein­den, füll­ten auch die Ab­ord­nun­gen der Wal­der Ver­ei­ne und zahl­rei­che Bür­ger das Feu­er­wehr­haus. Die Ver­pflich­tung über­nahm Bür­ger­meis­ter­stell­ver­tre­ter Cle­mens Vee­ser.

Vee­ser hob in sei­ner An­spra­che – eben­so wie die wei­te­ren Red­ner – das in den ver­gan­ge­nen 24 Amts­jah­ren Ge­leis­te­te des wie­der­ge­wähl­ten Bür­ger­meis­ters her­vor, un­ter­strich aber auch, dass in den nächs­ten Jah­ren wei­te­re Her­aus­for­de­run­gen auf das Ge­mein­de­ober­haupt war­ten. „24 Jah­re Bür­ger­meis­ter sind kein Pap­pen­stiel und al­ler Eh­ren wert“, sag­te Vee­ser. „Mit Aus­dau­er und Kraft und dem Rück­halt Ih­rer Fa­mi­lie ha­ben Sie al­les ge­schafft, Hö­hen und Tie­fen, die nicht im­mer leicht durch­zu­ste­hen wa­ren.“

Der Bür­ger­meis­ter in ei­ner solch klei­nen Ge­mein­de sei An­lauf­stel­le, An­sprech­part­ner, Ver­hand­ler und Streit­schlich­ter. Er müs­se bei den un­ter­schied­lichs­ten An­läs­sen die rich­ti­gen Wor­te fin­den, die Fi­nan­zen im Griff ha­ben und gu­te Plä­ne für die Zu­kunft ent­wi­ckeln. „Mö­gen Sie der Ge­mein­de stets gut die­nen, die An­lie­gen der Bür­ger ernst neh­men und Dis­kus­sio­nen und Be­geg­nun­gen nicht scheu­en, so wird es auch wei­ter­hin ei­ne er­folg­rei­che Füh­rung für Wald sein“, er­gänz­te Cle­mens Vee­ser.

Land­rä­tin Ste­fa­nie Bürk­le sag­te, dass die Ver­pflich­tung für ei­ne vier­te Amts­zeit sel­ten vor­kom­me. Auch Wer­ner Mül­ler ha­be sich über­legt, ob er die­ses öf­fent­li­che Le­ben sich und sei­ner Fa­mi­lie wei­ter­hin an­tun wol­le. „Die Men­schen in Wald wis­sen, was sie an Ih­nen ha­ben“, sag­te Bürk­le mit dem Ver­weis auf die Wahl im März, bei der Mül­ler als al­lei­ni­ger Be­wer­ber bei 45 Pro­zent Wahl­be­tei­li­gung 88 Pro­zent der Wäh­ler­stim­men er­hielt. Bürk­le hob die „ru­hi­ge und un­auf­ge­reg­te Ar­beit“Mül­lers her­vor, sein Kön­nen und sei­ne Ide­en und sei­ne gu­te Ver­net­zung nach so vie­len Jah­ren. „Sie konn­ten sehr viel für Ih­re Ge­mein­de er­rei­chen“, so Bürk­le, die um­fang­rei­chen Bau­maß­nah­men zur Ab­was­ser­be­sei­ti­gung, die Schaf­fung von Kin­der­gar­ten­plät­zen, die Ein­rich­tung der Grund­schu­le, den Bau der Dorf­ge­mein­schafts­häu­ser, Stra­ßen­sa­nie­run­gen und vie­le wei­te­re Maß­nah­men auf­lis­te­te. „Ich wün­sche Ih­nen von Her­zen al­les Gu­te, be­wah­ren Sie Ih­ren Op­ti­mis­mus und Ihr Gott­ver­trau­en“, so Bürk­le. Gu­te Wün­sche, de­nen sich auch der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Lothar Rieb­sa­men, der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Klaus Bur­ger und Karl Fritz, stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter der Stadt Pfullendorf, in ih­ren Gruß­wor­ten an­schlos­sen.

Ralf Burth, Spre­cher der Wal­der Ver­ei­ne, nutz­te die Ge­le­gen­heit und for­der­te ei­ne bes­se­re Un­ter­stüt­zung für die Ver­ei­ne, vor al­lem für sol­che, die Ju­gend­ar­beit leis­ten oder sich auf ei­ge­ne Kos­ten ihr Dach über dem Kopf ge­schaf­fen ha­ben. „Man hät­te die Ver­ei­ne fi­nan­zi­ell viel mehr för­dern müs­sen“, sag­te er und for­der­te ei­ne „neue Auf­schlüs­se­lung mit neu­en Pa­ra­me­tern“für die Ver­tei­lung der zur Ver­fü­gung ste­hen­den För­der­gel­der.

Das letz­te Wort hat der Bür­ger­meis­ter

Das letz­te Wort ge­hör­te Bür­ger­meis­ter Wer­ner Mül­ler. „Ich war und bin gern Bür­ger­meis­ter, be­son­ders hier in Wald“, sag­te er. Ge­mein­sam mit dem Ge­mein­de­rat und den Bür­gern wol­le er da­für sor­gen, dass Wald die lie­bens- und le­bens­wer­te Ge­mein­de blei­be, die sie sei, ver­sprach er, sich „mit al­ler Kraft für die Ge­mein­de ein­zu­set­zen“. „Ich will gern Ihr Bür­ger­meis­ter für die nächs­ten Jah­re sein, las­sen sie uns ge­mein­sam dar­an ar­bei­ten, Wald vor­an zu brin­gen“, sag­te Mül­ler. Mu­si­ka­lisch um­rahmt wur­de die Fei­er vom Blä­ser­en­sem­ble des Mu­sik­ver­eins. Die Be­wir­tung über­nahm der För­der­ver­ein der Grund­schu­le.

FO­TO: SCH­MITT

Bür­ger­meis­ter­stell­ver­tre­ter Cle­mens Vee­ser (rechts) be­dankt sich bei Walds Bür­ger­meis­ter Wer­ner Mül­ler bei des­sen Ver­pflich­tung für das bis­her Ge­leis­te­te mit ei­nem Gut­schein für ein Früh­stück.

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