Bau der Kran­ken­sta­ti­on macht Fort­schrit­te

Rei­se­grup­pe aus Meß­kirch und Pfullendorf be­sucht Bur­ki­na Fa­so in West­afri­ka

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - MESSKIRCH - Von Kar­lheinz Kirch­mai­er

MESSKIRCH - Seit mehr als 20 Jah­ren un­ter­stützt der christ­li­che Ver­ein „Pro Bur­kin­a­bé“Pro­jek­te und Hilfs­maß­nah­men in Bur­ki­na Fa­so – haupt­säch­lich in den Dör­fern Four­gii, Wa­pas­si und Ka­ya, rund um die Haupt­stadt Qua­gadou­gou. Um sich vor Ort von der Ent­wick­lung der fi­nan­zi­ell un­ter­stütz­ten Hilfs­maß­nah­men und Pro­jek­te ein Bild ma­chen zu kön­nen, rei­sen re­gel­mä­ßig klei­ne­re De­le­ga­tio­nen des Ver­eins auf ei­ge­ne Kos­ten nach Bur­ki­na Fa­so.

Die jüngs­te fünf­köp­fi­ge De­le­ga­ti­on war im Ja­nu­ar 2017 zwölf Ta­ge lang in Bur­ki­na Fa­so un­ter­wegs. Über ih­re Erlebnisse, den Stand der lau­fen­den Pro­jek­te und die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on in ei­nem der ärms­ten Län­der der Er­de, be­rich­te­ten kürz­lich drei Mit­glie­der der Rei­se­grup­pe im Vor­trags­saal der Spar­kas­se Meß­kirch in Form ei­ner Fo­to­prä­sen­ta­ti­on: der Vor­sit­zen­de Rai­ner Kotz, die Pful­len­dor­fer Ge­mein­de-Dia­ko­nin Ti­na Boy und Jo­se­li­ne Gräb­ner-Reut­ter vom Vor­stand des Werk­stätt­le in Pfullendorf. Die Be­su­cher der Ver­an­stal­tung, un­ter ih­nen Mit­glie­der, För­de­rer, Spen­der so­wie Pa­ten von Wai­sen­kin­dern, wa­ren sicht­lich be­ein­druckt von den Be­rich­ten und den ge­zeig­ten Bil­dern.

An­sprech­part­ner für die De­le­ga­ti­on in Bur­ki­na Fa­so ist seit Be­ste­hen der part­ner­schaft­li­chen Ver­bin­dung Pas­tor Sa­lo­mon Sa­wa­do­go, in Meß­kirch und Pfullendorf seit ver­gan­ge­nem Jahr kein Un­be­kann­ter, der in jun­gen Jah­ren zum Chris­ten­tum kon­ver­tier­te und dem „Pro-Bur­kin­a­bé“die Aus­bil­dung zum Theo­lo­gen er­mög­licht hat. „Er ist seit Grün­dung des Ver­eins un­ser Pen­dant in Bur­ki­na Fa­so und un­ser di­rek­ter An­sprech­part­ner, Ko­or­di­na­tor und un­er­müd­li­cher Mo­tor in Hilfs-, Lehrund För­der­ak­ti­vi­tä­ten vor Ort“, be­rich­te­te Rai­ner Kotz. Da­bei sei der Bau ei­nes Aus- und Fort­bil­dungzen­trums in Ka­ya, rund 120 Ki­lo­me­ter nord­öst­lich der Haupt­stadt, das ers­te Pro­jekt ge­we­sen, das in ge­mein­sa­mer Zu­sam­men­ar­beit 1997 er­folg­reich fer­tig­ge­stellt wer­den konn­te, er­klär­te Kotz. Heu­te fin­den dort re­gel­mä­ßig Hy­gie­ne­schu­lun­gen für Frau­en, Al­pha­be­ti­sie­rungs­kur­se für Er­wach­se­ne und Auf­klä­rungs­se­mi­na­re über Aids und Ebo­la statt.

Er­freut zeig­ten sich die drei De­le­ga­ti­ons­mit­glie­der über den Bau­fort­schritt der von ih­rem Ver­ein be­treu­ten Kran­ken­sta­ti­on in Wa­pas­si. Der Roh­bau war bei ih­rem Be­such be­reits fer­tig­ge­stellt, doch konn­te mit dem In­nen­aus­bau des Ge­bäu­des noch nicht be­gon­nen wer­den, weil al­le vor­han­de­nen Spen­den­gel­der für den Roh­bau schon ver­braucht wur­den. Die Freu­de war des­halb groß, als die De­le­ga­ti­on Pas­tor Sa­lo­mon Sa­wa­do­go und sei­nem afri­ka­ni­schen Hel­fer­kreis 15 000 Eu­ro zum In­nen­aus­bau der Kran­ken­sta­ti­on über­ge­ben konn­te. Ar­bei­ter und Hand­wer­ker sind vor­han­den. Mit dem In­nen­aus­bau kann jetzt so­fort be­gon­nen wer­den.

Ein Se­gen für die Be­völ­ke­rung in und um Wa­pas­si ist oh­ne Fra­ge auch der neue eben­falls mit Spen­den ge­bohr­te und be­reits in Be­trieb be­find­li­che Brun­nen. „Er wird be­reits re­ge ge­nutzt. Oh­ne ihn gä­be es im Dorf ech­te Trink­was­ser­pro­ble­me“, be­rich­te­te Kotz. Ne­ben der Be­sich­ti­gung der vom Ver­ein ge­för­der­ten Bau­pro­jek­te konn­te die fünf­köp­fi­ge Grup­pe auch mit fast al­len der rund 50 über den Ver­ein ver­mit­tel­ten Pa­ten­kin­der zu­sam­men­tref­fen. Ei­ni­ge von ih­nen be­su­chen in­zwi­schen ei­ne wei­ter­füh­ren­de Schu­le und ste­hen schon bald vor dem Schul­ab­schluss. Ti­na Boy konn­te da­bei in ei­ner Schu­le in Wa­pas­si zum ers­ten Mal ihr Pa­ten­kind per­sön­lich ken­nen­ler­nen.

Des­wei­te­ren be­stand für die Rei­se­grup­pe auch die Mög­lich­keit, Got­tes­diens­te zu be­su­chen, die sich je­weils über den gan­zen Sonn­tag hin­zo­gen und de­ren Ablauf im we­sent­li­chen von den Ak­ti­vi­tä­ten der Got­tes­dienst­be­su­cher, wie Be­ten, Sin­gen und Tan­zen, be­stimmt wur­den. Auch die deut­sche Rei­se­grup­pe wur­de ein­ge­bun­den und trug mit Lie­dern ih­ren Teil zum Got­tes­dienst bei.

Die De­le­ga­ti­on kehr­te nach zwölf Ta­gen zu­frie­den nach Deutsch­land zu­rück, nach­dem sie bei den vom Ver­ein be­treu­ten Pro­jek­ten ei­nen wei­te­ren Fort­schritt fest­stel­len konn­te.

Der Ver­ein „Pro Bur­kin­a­bé“un­ter­stützt Pro­jek­te in Ka­ya, Kou­bri und Wa­pas­si. An­sprech­part­ner sind Rai­ner Kotz, Te­le­fon 07571/ 929 88 01, E-Mail: grkotz@on­li­ne.de; Fried­rich Reut­ter, Te­le­fon 07552/928 74 16, E-Mail: fgreut­ter@gmx.de

Die De­le­ga­ti­on über­gibt Pas­tor Sa­lo­mon Sa­wa­do­go und sei­nem Hel­fer­kreis 15 000 Eu­ro.

FO­TO: PRI­VAT

Gro­ße Hit­ze und kein Re­gen: Stu­den­ten der Bi­bel­schu­le in Kou­bri beim Gie­ßen der Fel­der.

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