Hun­de­hal­ter, gebt Acht!

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN -

Seit der töd­li­chen Kan­gal-Atta­cke in Frohn­stet­ten vor an­dert­halb Wo­chen schal­te ich auf Hab-Acht, wenn ich beim Lau­fen ei­nem Hund be­geg­ne. Ei­gent­lich bin ich kein über­vor­sich­ti­ger Typ, aber bei Hun­den war ich schon im­mer zu­rück­hal­tend. Die­se Vor­sicht hat sich nun wie­der ver­stärkt.

Wenn ich auf ei­nen Hund zu­lau­fe, dros­se­le ich das Tem­po und be­ob­ach­te, wie und ob der Hun­de­be­sit­zer re­agiert. Am liebs­ten ist mir, wenn die Hun­de an­ge­leint wer­den. Si­cher ist si­cher. Wenn ein Hal­ter sei­nem Hund ver­traut, lässt er ihn oh­ne Lei­ne ne­ben sich sit­zen und war­tet im Ste­hen, bis der Läu­fer vor­bei­ge­zo­gen ist. Rest­zwei­fel blei­ben dann im­mer. Ei­ne Hal­te­rin, die mit drei Hun­den un­ter­wegs ist, hat ei­nen an der Lei­ne und zwei lässt sie Frei­lauf. Hof­fent­lich geht das gut, den­ke ich je­des Mal, wenn ich ihr be­geg­ne. Am Un­wohls­ten ist mir, wenn mich die Hal­ter nicht wahr­neh­men, weil sie in die glei­che Rich­tung lau­fen und ich in ih­rem Rü­cken auf sie zu­lau­fe.

Des­halb wä­re es mir und wahr­schein­lich den meis­ten an­de­ren Läu­fern und Spa­zier­gän­gern am liebs­ten, wenn Hun­de­hal­ter auf ih­ren An­hang zwei Au­gen wer­fen wür­den. Si­cher­heit steht über al­lem. Und lie­ber passt der Hun­de­hal­ter ein­mal mehr auf als ein­mal zu we­nig.

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