US-No­ten­bank er­höht Leit­zin­sen wei­ter

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WIRTSCHAFT -

WASHINGTON (dpa) - Die USNo­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve hat wie er­war­tet er­neut ih­ren Leit­zins er­höht. Das Ziel­ni­veau liegt da­mit nun bei 1,0 bis 1,25 Pro­zent und da­mit um 0,25 Punk­te hö­her als bis­her, teil­te die Fed am Mitt­woch mit. Es ist da­mit der vier­te Zins­schritt der US-No­ten­bank seit der Fi­nanz­kri­se. Die No­ten­bank deu­te­te je­doch an, dass wei­te­re Schrit­te et­was län­ger dau­ern könn­ten. Sie be­wegt sich da­mit auf der Li­nie von US-Prä­si­dent Do­nald Trump, der ei­ne zu straf­fe Geld­po­li­tik und da­mit ei­nen zu star­ken Dol­lar aus Sor­ge um die Au­ßen­han­dels-Bi­lanz und die Ex­port­stär­ke ab­lehnt.

Die No­ten­bank ori­en­tiert sich bei ih­ren geld­po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen am US-Ar­beits­markt und an der In­fla­ti­ons­ra­te. Die Ar­beits­lo­sig­keit sei im lau­fen­den Jahr um 0,5 Punk­te auf 4,3 Pro­zent ge­fal­len. „Das ist his­to­risch nied­rig“, sag­te No­ten­bank-Che­fin Ja­net Yel­len. Es wer­de ei­ne wei­te­re Stär­kung des Ar­beits­mark­tes er­war­tet.

Fi­nanz­ex­per­ten in Eu­ro­pa ru­fen seit Län­ge­rem da­zu auf, auch in der EU die Zin­sen an­zu­pas­sen. Ein Zins­schritt der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank ist aber vor­läu­fig nicht in Sicht. Min­des­tens bis De­zem­ber zeigt die eu­ro­päi­sche Geld­po­li­tik in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung.

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