SVS will in der Be­zirks­li­ga blei­ben

Im Re­le­ga­ti­ons­spiel trifft Sig­ma­rin­gen in Os­trach auf den SC Tür­kiy­em­spor.

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ERSTE SEITE - Von Marc Ditt­mann

UTTENWEILER/EHIN­GEN - Es geht um den letz­ten ver­blie­be­nen Platz in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga, Staf­fel 4. Der SV Uttenweiler, in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son ers­ter Nicht­ab­stei­ger in der Lan­des­li­ga, trifft auf den Qua­li­fi­kan­ten aus der Be­zirks­li­ga, die TSG Ehin­gen, die sich im Ver­gleich mit den Zwei­ten der Be­zirks­li­gen Bo­den­see, Riß und Zol­lern durch­ge­setzt hat. Ge­spielt wird am Sonn­tag, 16.30 Uhr, im Wald­sta­di­on in Neuf­ra/Do­nau.

Zu­nächst mal die gu­te Nach­richt. Die ver­gan­ge­nen 14 Ta­ge lie­fen in Uttenweiler (Stand Frei­tag­nach­mit­tag, vor dem Ab­schluss­trai­ning am Frei­tag­abend und dem Tea­mes­sen am Sams­tag) ver­let­zungs­frei ab. Mehr noch: Tor­hü­ter Da­ni­el Mau­rer kehrt zu­rück. „Da­ni­el hat am Mon­tag trai­niert. Aber es ent­schei­det sich am Frei­tag, ob er da­bei ist“, sagt Ut­ten­wei­lers Spie­ler­trai­ner Chris­ti­an Sa­meis­la. Doch der Coach schränkt ein. „Wenn, dann wird Da­ni­el auf der Bank Platz neh­men. Im Tor steht Phil­ipp Keck­ei­sen“, stellt Sa­meis­la klar. Dar­an ge­be es nichts zu deu­teln. Auch weil der 18 Jah­re al­te Tor­wart seit sei­nem De­büt in Och­sen­hau­sen mit sei­nen Leis­tun­gen al­le so über­zeugt hat.

In den ver­gan­ge­nen Wo­chen hat Sa­meis­la mit sei­nen Spie­lern ins­ge­samt fünf­mal trai­niert, drei­mal in der Wo­che nach Pfings­ten, zwei­mal in die­ser. Noch ein­mal hat er ei­ni­ge Din­ge an­ge­spro­chen, auch das Spiel in Os­trach auf­ge­ar­bei­tet. „Aber so viel gab es da ei­gent­lich gar nicht zu be­spre­chen. Das war so, wie es war und gut“, spricht er die deut­li­che Un­ter­le­gen­heit sei­ner Mann­schaft im Buch­bühl an. Na­tür­lich ha­be man noch ein­mal über das recht kör­per­lo­se Spiel der Uttenweiler in Os­trach ge­spro­chen. Mehr aber auch nicht. „Wir müs­sen uns an die po­si­ti­ven Spie­le er­in­nern, die ins Ge­dächt­nis ru­fen“, sagt Sa­meis­la.

Mit der TSG Ehin­gen trifft Sa­meis­la auf ei­nen Geg­ner, den er bes­tens kennt (s. Ex­tra-Be­richt). „Na­tür­lich ken­ne ich je­den Spie­ler“, sagt Sa­meis­la. Ehin­gen ha­be er von den vier Zwei­ten klar fa­vo­ri­siert. „Am ehes­ten hät­te ich es au­ßer­dem noch Is­ny zu­ge­traut. Es ist mir ein Rät­sel, dass sich in die­sem Spiel Trill­fin­gen durch­ge­setzt hat. Das 2:0 Ehin­gens ge­gen Trill­fin­gen war dann kein Maß­stab.“Im Re­le­ga­ti­ons­spiel selbst gel­te es nun, „Tem­po ins An­griffs­spiel“zu brin­gen, so Sa­meis­la. „Ehin­gen hat Pro­ble­me, wenn ein Geg­ner Tem­po im An­griff hat. Doch die TSG hat ei­ne gu­te Ord­nung im Spiel, ver­fügt über gu­te Kopf­ball­spie­ler.“

„Ich den­ke, wir müs­sen in die­sem Spiel von An­fang an da sein. Die TSG Ehin­gen ist hoch­mo­ti­viert. Ich den­ke, es gibt ein um­kämpf­tes Spiel, wenn auch nicht auf spie­le­risch ho­hem Ni­veau. Das sind die­se Spie­le ge­ne­rell nicht, egal ob es um die Lan­des-, die Be­zirks­li­ga oder die Re­le­ga­ti­on zu den Kreis­li­gen geht“, sagt Sa­meis­la. „Der Druck ist für Ehin­gen hö­her als für uns. Für uns ist es ein Er­folg, dass wir über­haupt noch das Re­le­ga­ti­ons­spiel er­reicht ha­ben. Wer hät­te uns das nach die­ser Vor­run­de zu­ge­traut?“

Spie­le vor gro­ßer Ku­lis­se

Das Spiel wur­de un­ter der Wo­che um ein­ein­halb St­un­den nach hin­ten, auf 16.30 Uhr ver­legt. Sa­meis­la: „Ich den­ke, die­se Ver­le­gung macht Sinn. Beim Spiel der TSG Ehin­gen ge­gen Trill­fin­gen hat­te es 40 Grad. Das war nicht gut.“Auf die zu er­war­ten­de Ku­lis­se freut sich Sa­meis­la: „Ich rech­ne mit 2000 Zu­schau­ern. das ist wahr­schein­lich die größ­te Ku­lis­se, vor der vie­le un­se­rer Spie­ler je ge­spielt ha­ben. Aber das nimmst du beim Ein­lau­fen war und in den ers­ten Mi­nu­ten. Da­nach spielt das ei­gent­lich kei­ne Rol­le mehr. Auch für mich ist es mal wie­der schön, vor so ei­ner Ku­lis­se zu spie­len, wenn­gleich ich schon vor mehr Zu­schau­ern ge­spielt ha­be, wie vor 25 000 in der Ober­li­ga in Mann­heim. Aber: Wir freu­en uns auf das Spiel.“

TSG-Trai­ner Udo Ram­pelt sieht in der Be­las­tung sei­ner Mann­schaft durch die Spie­le ge­gen Sul­me­tin­gen (6:5 i.E.) und Trill­fin­gen (2:0) so­gar ei­nen Vor­teil: „Wir sind voll im Rhyth­mus.“Die TSG will die po­si­ti­ve Stim­mungs­la­ge mit­neh­men. Der TSG-Coach war selbst über­rascht, dass sei­ne Mann­schaft nach den 120 Mi­nu­ten im ers­ten Spiel ge­gen den SV Sul­me­tin­gen kon­di­tio­nell sta­bil ge­blie­ben sei.

Das Fit­ness-Le­vel sei gut. Es steht je­doch fest, dass Mat­thi­as Souk­up und Tho­mas Schu­bert we­gen ei­ner Ver­let­zung nicht im Auf­ge­bot sein wer­den. Pao­lo So­um­pa­las und Da­ni­el Post ha­ben nach dem Spiel in Alt­heim Bles­su­ren. Erst­mals in der Re­le­ga­ti­on wird Marc Steud­le im Team sein.

Der Ehin­ger Trai­ner er­war­tet ei­ne tol­le Ku­lis­se, da vor al­lem auch der SV Uttenweiler si­cher ei­nen gro­ßen An­hang mit­bringt: „So ei­ne Ku­lis­se er­lebt man nicht oft“, sagt Udo Ram­pelt. Es sei ein High­light zum En­de der Ver­bands­run­de und sei­ne Mann­schaft wer­de ver­su­chen, die Leis­tung der bei­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­spie­le wie­der auf den Platz zu brin­gen.

FO­TO: WARNACK

FO­TO: THO­MAS WARNACK

Die Ver­tei­di­gung muss bei Uttenweiler ste­hen, so wie hier ge­gen Ra­vens­burg. Links: Chris­toph We­ber, rechts: Alex­an­der Bux.

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