Hei­mi­sche Schmet­ter­lin­ge sol­len sich wohl füh­len

Ede­ka Süd­west för­dert das Pro­jekt von Initia­tor Ger­hard Hum­mel

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ALB/LAUCHERT -

STEINHILBEN (sz) - Über ein Preis­geld in Hö­he von 2000 Eu­ro kann sich Ger­hard Hum­mel aus Steinhilben freu­en. Mit sei­nem Pro­jekt „Mein Bio­top für hei­mi­sche Schmet­ter­lin­ge“ge­hört er zu den dies­jäh­ri­gen Preis­trä­gern von Ede­ka Süd­west, die ge­mein­sam mit der Stif­tung Na­tu­re-Li­fe-In­ter­na­tio­nal un­ter dem Mot­to „Un­se­re Hei­mat & Na­tur“ei­nen jähr­li­chen Wett­be­werb für her­aus­ra­gen­de Na­tur­schutz­pro­jek­te aus­ge­schrie­ben ha­ben.

Ei­ne Pa­ten­schaft für das Pro­jekt über­nahm jetzt Ede­ka Rog­gen­stein in Troch­tel­fin­gen. Bei der Scheck­über­ga­be be­dank­te sich Ger­hard Hum­mel, Initia­tor des Pro­jekts, bei Ron­ny Kas­per, Ge­biets­ver­kaufs­lei­ter Ede­ka Süd­west, und bei Kaufmann Eu­gen Rog­gen­stein für die För­de­rung. „Herr Hum­mel hat bis­her rein mit Ei­gen­mit­teln ein ein­zig­ar­ti­ges Bio­top ge­schaf­fen“, sagt Michae­la Mey­er, Ge­schäfts­be­reichs­lei­te­rin Nach­hal­tig­keit bei Ede­ka Süd­west, an­läss­lich der Scheck­über­ga­be. „Da­mit die Ar­ten­viel­falt dort noch wei­ter wach­sen kann, un­ter­stüt­zen wir das En­ga­ge­ment ger­ne.“

Auf ei­ner Flä­che von ei­nem Hekt­ar in der Nä­he von Steinhilben hat Ger­hard Hum­mel 1988 ein ei­ge­nes Bio­top an­ge­legt. Dort pflanz­te er hei­mi­sche Ar­ten wie Ebe­resche, Mehl­bee­re, Feld- und Spit­z­ahorn, Wei­ßund Rot­bu­che, Stie­lei­che, Wild­kir­sche und ei­ni­ge Lär­chen an und er­warb zu­sätz­lich ein 13 Ar gro­ßes an­gren­zen­des He­cken­bio­top. Da­zwi­schen hat sich mitt­ler­wei­le ein 22 Ar gro­ßes blü­ten- und ar­ten­rei­ches Wie­sen­bio­top ent­wi­ckelt – ei­ne für die Schwä­bi­sche Alb ty­pi­sche Ma­ger­wie­se mit über 70 Blü­ten­pflan­zen, dar­un­ter Or­chi­de­en, Sil­ber­dis­teln und Wil­der Dorst. In­zwi­schen le­ben dort so­wohl ver­schie­de­ne Vo­gel-, als auch vie­le Schmet­ter­lings­ar­ten, die In­di­ka­to­ren für ein hoch­sen­si­bles Öko­sys­tem sind.

Seit 2005 er­fasst Ger­hard Hum­mel auch sei­ne Schmet­ter­lin­ge für ein Mo­ni­to­ring­pro­gramm. Über 76 Tag­fal­ter­ar­ten und zehn Wid­der­chen­ar­ten konn­te er schon nach­wei­sen, un­ter an­de­rem stark be­droh­te Ar­ten wie der Thy­mi­an-Amei­sen­bläu­ling und der Blau­schwar­ze Eis­vo­gel. Hum­mel bie­tet Füh­run­gen, Ex­kur­sio­nen und Vor­trä­ge an und be­treibt ei­nen ei­ge­nen Blog.

60 Pro­jek­te un­ter­stützt

Ede­ka för­dert Pro­jek­te, die sich mit dem Er­halt, der Schaf­fung, der Re­na­tu­rie­rung und dem Schutz von Bio­to­pen und Le­bens­räu­men für Wild­tie­re und -pflan­zen be­fas­sen. Lang­fris­tig soll so ein Bio­top­ver­bund im Ab­satz­ge­biet der Ede­ka Süd­west ent­ste­hen, der da­zu dient, die Kul­tur­land­schaft im Süd­wes­ten Deutsch­lands kon­ti­nu­ier­lich zu för­dern und zu ver­bes­sern. Mehr als 60 Pro­jek­te in der Re­gi­on wur­den seit 2014 be­reits un­ter­stützt.

Ei­ne Ju­ry, be­ste­hend aus Ver­tre­tern der Ede­ka Süd­west und Na­tu­reLi­fe-In­ter­na­tio­nal, be­wer­te­te die für 2017 ein­ge­reich­ten Be­wer­bun­gen und wähl­te dar­aus die bes­ten Vor­ha­ben aus. Die­se wer­den mit je­weils bis zu 5000 Eu­ro fi­nan­zi­ell ge­för­dert. Un­ter­stützt wird die Ak­ti­on durch den Ver­kauf von Kräu­ter­töp­fen der Ede­ka-ei­ge­nen Re­gio­nal­mar­ke „Un­se­re Hei­mat – echt & gut“, ein Teil des Er­lö­ses kommt in den För­der­topf.

FO­TO: FO­TO-SCHULTHEISS

Bei der Preis­über­ga­be sind zu­ge­gen (von links): Chris­toph Nies­ler, Bür­ger­meis­ter Troch­tel­fin­gen, Ga­b­rie­le und Eu­gen Rog­gen­stein, Kauf­leu­te, Achim Wid­mann, Ede­ka Süd­west, Ger­hard Hum­mel und Mar­ti­na Ne­her, Na­tu­reLi­fe.

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