Die Ge­schich­te der Thal­hei­mer Köh­ler geht auf das Jahr 1750 zu­rück

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - MESSKIRCH -

Die Ge­schich­te und Her­kunft der Thal­hei­mer Köh­ler führt in das Jahr 1750 zu­rück. Die Ge­mein­de Thalheim war mit der Sig­ma­rin­ger Herr­schaft in Streit ge­ra­ten. Kon­kre­ter An­lass war die Ab­sicht der Herr­schaft, den Thal­hei­mer Wald durch be­stell­te frem­de Holz­ha­cker und ei­ne Köh­ler­trup­pe aus­beu­ten zu las­sen. Vogt Jo­hann Braun und fünf Bür­ger leg­ten Pro­test ein, viel Er­folg hat­ten sie al­ler­dings nicht. So kam ei­ne Köh­ler­trup­pe aus dem Linz­gau im Auf­trag des Fürs­ten von Ho­hen­zol­lern in den Thal­hei­mer Wald. An den bes­ten und herr­lichs­ten Ge­mar­kungs­flä­chen, dem „Kohl­hau“und dem „Vo­gel­sang“, ha­ben sie sich nie­der­ge­las­sen. Die Köh­le­rei en­de­te im Jahr 1816. Ein Teil der Köh­ler blieb zu­rück, sie wur­den von den Thal­hei­mern ak­zep­tiert und in die Dorf­ge­mein­schaft auf­ge­nom­men. Vor 20 Jah- ren wur­de die Köhler­zunft ge­grün­det, um das Brauch­tum der Fast­nacht im Ort zu er­hal­ten und zu ge­stal­ten. Es wur­den meh­re­re Fast­nachts­fi­gu­ren mit ent­spre­chen­den Ko­s­tü­men und Mas­ken ge­schaf­fen. Sehr er­folg­reich hat die Zunft meh­re­re Nar­ren­tref­fen ver­an­stal­tet. Die Lei­tung der Köhler­zunft Thalheim ob­liegt den Zunft­meis­tern Jo­han­nes Schalk, Rai­ner Lieh­ner und Eva Rist. (xk)

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