Gip­fel-Streit um Ma­cron

Kanz­le­rin Mer­kel hält zum Prä­si­den­ten Frank­reichs

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ERSTE SEITE -

BRÜS­SEL (dpa) - Die Eu­ro­päi­sche Uni­on treibt die ge­mein­sa­me Ver­tei­di­gungs­po­li­tik und den Kampf ge­gen den Ter­ror vor­an. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) und ih­re Kol­le­gen bil­lig­ten am Don­ners­tag beim EU-Gip­fel den Aus­bau der mi­li­tä­ri­schen Zu­sam­men­ar­beit und ei­nen Fonds für ge­mein­sa­me Rüs­tungs­pro­jek­te. Be­glei­tet wur­den die Ent­schei­dun­gen von Miss­tö­nen: Der neue fran­zö­si­sche Prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron pro­vo­zier­te mit schar­fer Kri­tik an ost­eu­ro­päi­schen Län­dern wü­ten­de Re­ak­tio­nen von dort.

Ma­cron hat­te ei­ni­gen Län­dern vor­ge­wor­fen, fi­nan­zi­el­le Hil­fen der EU mit­zu­neh­men, aber ge­mein­sa­me Wer­te nicht zu tei­len. Hin­ter­grund ist auch die Ver­tei­lung von Flücht­lin­gen. Mer­kel stell­te sich aus­drück­lich hin­ter Ma­cron, wäh­rend et­wa Un­garns Re­gie­rungs­chef Vik­tor Or­bán sag­te: „Der neue fran­zö­si­sche Prä­si­dent ist ein Frisch­ling, sein Ein­stand war we­nig er­mu­ti­gend.“

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