Kein Staats­geld für die NPD

Ge­setz zur Par­tei­en­fi­nan­zie­rung in Ber­lin ver­ab­schie­det

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ERSTE SEITE -

BER­LIN (dpa) - Drei Mo­na­te vor der Wahl hat der Bun­des­tag der rechts­ex­tre­men NPD den Geld­hahn aus der staat­li­chen Par­tei­en­fi­nan­zie­rung zu­ge­dreht. Nach ei­nem ge­mein­sa­men Vor­stoß zu­nächst al­ler Bun­des­län­der ver­ab­schie­de­te das Par­la­ment in Ber­lin am Don­ners­tag­nach­mit­tag ein Ge­set­zes­pa­ket, mit dem die Par­tei den Zu­griff auf Steu­er­geld und da­mit ei­ne wich­ti­ge Ein­nah­me­quel­le ver­liert. Für die not­wen­di­ge Grund­ge­setz­än­de­rung war ei­ne Zwei-Drit­tel-Mehr­heit im Bun­des­tag er­for­der­lich. 2016 hat­te die NPD et­wa 1,14 Mil­lio­nen Eu­ro an staat­li­cher Par­tei­en­fi­nan­zie­rung er­hal­ten.

Da die NPD nicht ver­bo­ten ist, hat­te sie An­spruch auf Zu­schüs­se aus der staat­li­chen Par­tei­en­fi­nan­zie­rung. Zu­vor wa­ren zwei Ver­bots­ver­fah­ren vor dem Ver­fas­sungs­ge­richt ge­schei­tert. Der Aus­schluss von der Par­tei­en­fi­nan­zie­rung war von den Rich­tern aber als ein mög­li­cher Weg ge­nannt wor­den.

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