Kein Bö­se-Jun­gen-Streich

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SEITE DREI -

Was macht die Po­li­zei, wenn ei­ne Bom­ben­dro­hung wie in Fried­richs­ha­fen ein­geht? So­bald bei der Po­li­zei ei­ne Dro­hung ein­geht, wird die­se von Ex­per­ten be­wer­tet. „In die­sem Fall ka­men wir zum Schluss, dass es kein Bö­se-Jun­genStreich ist“, sagt Fried­richs­ha­fens Po­li­zei­spre­cher Fritz Be­zik­o­fer. Des­halb wur­de ein Kri­sen­stab ge­bil­det, Feu­er­wehr, Ret­tungs­diens­te und Po­li­zei alar­miert. Bei ei­ner erns­ten Be­dro­hungs­la­ge, oder wenn das auch nur als wahr­schein­lich gilt, brin­gen die Ein­satz­kräf­te zu­nächst die Be­völ­ke­rung in Si­cher­heit. Am Buch­horn­platz wur­den Ge­schäf­te ge­räumt und Men­schen aus Woh­nun­gen ge­holt. Wenn nach dem Klin­geln nicht ge­öff­net wird, geht die Po­li­zei di­rekt in Woh­nun­gen, um nach Men­schen zu su­chen, die et­wa schla­fen oder aus an­de­ren Grün­den nicht öff­nen. Zeit­gleich wird ein Ge­biet rund um das be­trof­fe­ne Ge­bäu­de ab­ge­sperrt. Im Fall des Buch­horn­plat­zes reich­te der Eva­ku­ie­rungs­ra­di­us bis zum Bo­den­see – des­halb wur­de der Schiffs­ver­kehr weit­ge­hend ein­ge­stellt. Erst nach Eva­ku­ie­rung und Ab­sper­rung be­gin­nen die Si­cher­heits­kräf­te nach ei­ner ver­meint­li­chen Bom­be zu su­chen. Wird kei­ne ge­fun­den, folgt die Ent­war­nung. Soll­te es tat­säch­lich ei­ne ge­ben, rü­cken Spe­zia­lis­ten zur Ent­schär­fung oder kon­trol­lier­ten Spren­gung an – je nach Ge­fah­ren­la­ge. (sz)

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