Nei­din­ger Klär­an­la­ge soll neu ge­baut wer­den

Bau­kos­ten lie­gen bei rund fünf Mil­lio­nen Eu­ro – Ent­schei­dung über Zu­schuss im Ju­li

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - MESSKIRCH -

BEURON (sgr) - In der jüngs­ten Sit­zung des Ge­mein­de­rats ha­ben Bür­ger­meis­ter Os­ma­kow­ski-Mil­ler und Do­mi­nik Bordt von der BIT-In­ge­nieu­re AG den Sach­stand über die Pla­nung der Ab­was­ser­maß­nah­me Beuron-Irn­dorf vor­ge­stellt. Bei­de Ge­mein­den wol­len bis En­de 2020 ih­re Ab­wäs­ser in ei­ner op­ti­mier­ten Klär­an­la­ge im Beu­ro­ner Orts­teil Nei­di­gen ein­lei­ten. Grund hier­für ist, dass bei den Klär­an­la­gen Beuron und Irn­dorf die was­ser­recht­li­chen Ge­neh­mi­gun­gen aus­lau­fen und bei bei­den An­la­gen In­ves­ti­ti­ons­be­darf be­steht. Des­halb ha­ben bei­de Ge­mein­den be­schlos­sen, An­schlüs­se von Irn­dorf und Beuron an die Klär­an­la­ge Nei­din­gen zu ver­le­gen und die dor­ti­ge An­la­ge zu ver­grö­ßern.

Im Vor­feld hat­ten bei­de Ge­mein­den be­reits 2013 ei­nen För­der­an­trag für ein ge­mein­sa­mes Ab­was­ser­struk­tur­gut­ach­ten ge­stellt. Das um­fas­sen­de Struk­tur­gut­ach­ten des Jah­res 2014 klär­te die Fra­ge ging, ob es bes­ser ist, bei­de Klär­an­la­gen zu sa­nie­ren, oder aber das Ab­was­ser aus Irn­dorf und Beuron zu­künf­tig nach Nei­din­gen ab­zu­lei­ten. Der An­schluss nach Nei­din­gen er­wies sich am En­de als die wirt­schaft­lichs­te Al­ter­na­ti­ve. Die Kos­ten hier­für sind auf rund 5,18 Mil­lio­nen ver­an­schlagt wor­den, was Bordt auch in sei­nem neu­en Be­richt be­stä­tig­te.

So­wohl das Re­gie­rungs­prä­si­di­um Tü­bin­gen als auch die un­te­ren Was­ser­be­hör­den Sig­ma­rin­gen und Tutt­lin­gen hat­ten die­sem Vor­ha­ben zu­ge­stimmt. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de aus die­sem Grund der Ab­was­ser­zweck­ver­band „Obe­re Do­nau“aus den Mit­glieds­ge­mein­den Irn­dorf und Beuron ge­grün­det. Die­ser Ver­band wird nun die Maß­nah­men zum Zu­sam­men­schluss der Klär­an­la­gen um­set­zen. Bis En­de Ju­li 2017 soll der Zu­schuss des Lan­des be­wil­ligt wer­den.

Bordt stell­te in der Sit­zung den gro­ben Zeit­plan der Um­set­zung und den mo­men­ta­nen Stand vor. So lä­gen die voll­stän­di­gen Un­ter­la­gen zur Ge­neh­mi­gung bei den Land­rats­äm­tern Sig­ma­rin­gen und Tutt­lin­gen vor, wo­bei die Über­ga­be des Ge­neh­mi­gungs­be­scheids am 28. Ju­li durch Lan­des­um­welt­mi­nis­ter Franz Un­ter­stel­ler er­fol­gen soll. Die ex­ter­nen Gut­ach­ten zum The­ma Na­tu­ra 2000 und Ge­wäs­ser­schutz sei­en ab­ge­schlos­sen. Dem­nach ge­be es so gut wie kei­ne Be­ein­träch­ti­gun­gen für die Na­tur und die Do­nau. Die er­war­te­te Ver­dün­nung des Klär­an­la­gen­ab­laufs wer­de mit 1:100 als gut be­wer­tet.

Im ge­sam­ten Do­nau­tal wer­den neue Lei­tun­gen ver­legt

Der Ge­mein­de Beuron wer­den für die Ein­grif­fe in die Na­tur rund 6500 Öko­punk­te an­ge­rech­net, die al­ler­dings für die Kom­mu­ne an­ge­sichts ih­res gut be­stück­ten Öko­kon­to­punk­te­kon­tos „gut zu ver­kraf­ten sind“, so Bordt. Der ers­te Bau­ab­schnitt sieht ab Früh­jahr 2018 den Neu­bau der Klär­an­la­ge Nei­din­gen vor, die Er­neue­rung der Mess-, Steue­rungs­und Re­gel­tech­nik (EMSR) der Klär­an­la­ge Nei­din­gen folgt im Ju­ni. Da­zu wer­den die dor­ti­gen Klär­be­cken ver­grö­ßert und an­ge­passt. Im zwei­ten Bau­ab­schnitt, der bis En­de 2019 be­en­det sein soll, wer­den die neu­en Lei­tun­gen durch „das ge­sam­te Do­nau­tal“ver­legt. Bis En­de 2020 soll der drit­te Bau­ab­schnitt mit dem Pump­werk Beuron und der An­bin­dung der Klär­an­la­ge Irn­dorf ab­ge­schlos­sen sein.

FO­TO: AR­CHIV

Die Klär­an­la­ge Nei­din­gen lei­tet das ge­klär­te Was­ser in die Do­nau ein.

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