Über­sied­ler will­kom­men

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - ARBEITEN IN ÖSTERREICH -

Je­der EU-Bür­ger darf sich in Ös­ter­reich nie­der­las­sen. Dies gilt grund­sätz­lich für ei­nen Auf­ent­halt von drei Mo­na­ten. Man muss sich je­doch in­ner­halb von drei Ta­gen nach dem Be­zug ei­ner Woh­nung auf dem Mel­de­amt der ent­spre­chen­den Ort­schaft an­mel­den. Wer dau­er­haft in Ös­ter­reich ar­bei­ten möch­te, braucht ei­ne An­mel­de­be­schei­ni­gung. Nö­tig ist auch ein gül­ti­ger Rei­se­pass oder der Per­so­nal­aus­weis. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen gibt es zum Bei­spiel auf der Web­sei­te der Deut­schen Bot­schaft in Wi­en: www.wi­en.di­plo.de

Er­werbs­tä­tig­keit

Für die Auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit be­nö­ti­gen EU-Bür­ger in Ös­ter­reich we­der ei­ne Be­schäf­ti­gungs­be­wil­li­gung noch ei­ne Ar­beits­er­laub­nis oder ei­nen Be­frei­ungs­schein für un­selbst­stän­di­ge Tä­tig­kei­ten. Stel­len­su­chen­de kön­nen sich an das Ar­beits­amt im ei­ge­nen Land wen­den, das das Ar­beits­ge­such an die zu­stän­di­gen Stel­len in Ös­ter­reich wei­ter­lei­tet. Zu­dem kann der ös­ter­rei­chi­sche Ar­beits­markt­ser­vice hilf­reich sein un­ter Tel. 0043/133 1 78-0 so­wie im In­ter­net un­ter www.ams.at.

Kran­ken­ver­si­che­rung

Fra­gen be­züg­lich der Kran­ken­ver­si­che­rung soll­ten vor der Über­sied­lung mit der zu­stän­di­gen Kran­ken­kas­se ge­klärt wer­den. In Ös­ter­reich kön­nen das die Ge­biets- und Be­triebs­kran­ken­kas­sen, aber auch die pri­va­ten Kran­ken­kas­sen sein. In Deutsch­land kom­men die ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen, die Er­satz­kran­ken­kas­sen, die Be­triebs­kran­ken­kas­sen und die pri­va­ten Kran­ken­kas­sen in Be­tracht.

Pen­sio­nen und Ren­ten

Fra­gen be­züg­lich der Pen­sio­nen und Ren­ten soll­ten vor der Über­sied­lung mit dem zu­stän­di­gen Trä­ger ge­klärt wer­den (wich­tig: in Ös­ter­reich heißt es nicht Ren­te, son­dern Pen­si­on). Es ist mög­lich, dass Über­sied­ler so­wohl aus Deutsch­land als auch aus Ös­ter­reich ei­ne Ren­te er­hal­ten. Die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ren­te in Ös­ter­reich rich­ten sich nach dem ös­ter­rei­chi­schen Recht. Grund­sätz­lich wer­den die deut­schen Zei­ten aber bei der Prü­fung der An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen be­rück­sich­tigt. Bei Über­sied­lung nach Ös­ter­reich soll­te der An­trag auf ei­ne deut­sche Ren­te frist­ge­recht beim ös­ter­rei­chi­schen Ver­si­che­rungs­trä­ger ge­stellt wer­den. Der An­trag­stel­ler ist ge­setz­lich ver­pflich­tet, die zu­stän­di­ge deut­sche Ver­si­che­rungs­an­stalt drei Mo­na­te vor der Wohn­sitz­ver­le­gung hier­von zu un­ter­rich­ten.

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