De Mai­ziè­re: Ge­setz zur „Ehe für al­le“ver­fas­sungs­wid­rig

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BERLIN (dpa) - In der schwarz­ro­ten Re­gie­rung schwelt ein Kon­flikt über die vom Bun­des­tag be­schlos­se­ne „Ehe für al­le“. Wäh­rend Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) ei­ner Ver­fas­sungs­kla­ge ge­gen die Öff­nung der Ehe für ho­mo­se­xu­el­le Paa­re Er­folgs­chan­cen ein­räumt, hält Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) die von der Uni­on ver­lang­te Grund­ge­setz­än­de­rung für un­nö­tig. Ei­ni­ge Uni­ons­po­li­ti­ker ha­ben be­reits an­ge­kün­digt, ei­ne Nor­men­kon­troll­kla­ge vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu prü­fen. Auch meh­re­re Rechts­ex­per­ten hal­ten die ge­trof­fe­ne Re­ge­lung für ver­fas­sungs­wid­rig. Der Ver­fas­sungs­recht­ler Jörn Ip­sen, Ex-Prä­si­dent des Nie­der­säch­si­schen Staats­ge­richts­ho­fes, schrieb im Ber­li­ner „Ta­ges­spie­gel“, nach der Ent­ste­hungs­ge­schich­te des Grund­ge­setz-Ar­ti­kels 6 sei mit der Ehe die „Le­bens­ge­mein­schaft von Mann und Frau“ge­meint ge­we­sen.

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