Vor­stand hängt drei wei­te­re Jah­re dran

Die Ge­sell­schaft für Kunst und Kul­tur zieht bei der Haupt­ver­samm­lung Bi­lanz

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN - Von Ga­b­rie­le Lo­ges

SIG­MA­RIN­GEN - Zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Ge­sell­schaft für Kunst und Kul­tur hat der Ver­ein sei­ne Mit­glie­der in die Al­te Schu­le ein­ge­la­den. Die bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den wur­den für wei­te­re drei Jah­re ge­wählt: Vor­sit­zen­der Sieg­fried Geb­hardt, Stell­ver­tre­ter Fritz Ko­va­cic und Ola Braitsch als Bei­sit­ze­rin.

„Wir kön­nen uns die strik­te Bin­dung an die Stadt­hal­le, so ver­lo­ckend ih­re ver­an­stal­tungs­tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten sind, nicht leis­ten, je­den­falls nicht oh­ne Mo­di­fi­zie­rung der ak­tu­el­len Be­din­gun­gen“, sag­te der Vor­sit­zen­de Sieg­fried Geb­hardt. Man müs­se auch nach Al­ter­na­ti­ven su­chen: „Trotz­dem sind wir hoch mo­ti­viert, wei­ter­hin kul­tu­rell be­deu­ten­de Ver­an­stal­tun­gen an­zu­bie­ten und zum Er­schei­nungs­bild der Stadt bei­zu­tra­gen.“

Teil­wei­se hät­ten die Ver­an­stal­tun­gen „viel mehr Zu­schau­er und Zu­hö­rer ver­dient“, und Geb­hardt er­gänz­te: „Das Ge­samt­er­geb­nis weckt den­noch Hoff­nun­gen auf ein so­li­des Wachs­tum.“Zu vier Thea­ter­stü­cken ka­men ins­ge­samt 843 Zu­schau­er. Die Spar­te Mu­sik stell­te Fritz Ko­va­cic vor: „Mit be­son­de­ren Künst­lern kann man die Be­völ­ke­rung zu Ver­an­stal­tun­gen lo­cken.“Das letz­te Kon­zert des Ar­mi­da-Quar­tetts ha­be dies ein­mal mehr ge­zeigt. Ins­ge­samt wur­den 2016 bei zwölf Kon­zer­ten 2154 Zu­hö­rer ge­zählt. Die Zu­sam­men­ar­beit mit den Ju­gend­mu­sik­schu­len sieht Ko­va­cic als es­sen­zi­ell. Kri­tisch sieht er die Ge­samt­or­ga­ni­sa­ti­on im Be­reich Kul­tur: „Ich ken­ne den Kul­tur­be­trieb der Stadt nun sehr gut, manch­mal wä­re we­ni­ger mehr, aber vor al­lem braucht es ein Ma­nage­ment mit ei­nem gu­ten Ter­min­plan.“Die Kul­tur­or­ga­ni­sa­ti­on von au­ßen sei kei­ne Lö­sung. Den Be­reich Kun­stund Opern­fahr­ten hat Ga­b­rie­le Hell­mei­er-Ring­wel­ski neu über­nom­men. Für zwei Aus­stel­lun­gen und vier Opern­fahr­ten wur­den ins­ge­samt 151 Kar­ten ver­kauft.

Schä­rer: Be­acht­li­che Leis­tung

Bür­ger­meis­ter Tho­mas Schä­rer dank­te der Ge­sell­schaft Kunst und Kul­tur für ihr En­ga­ge­ment: „PR ist es, wenn es ein an­de­rer sagt: Ich den­ke, was die drei leis­ten, ist schon sehr, sehr be­acht­lich.“Der Ge­mein­de­rat schät­ze die Ar­beit von Ku­Ku sehr, wol­le je­doch das eh­ren­amt­li­che En­ga­ge­ment nicht durch Ve­rän­de­run­gen re­du­zie­ren. Man ar­bei­te wei­ter an ei­ner Kul­tur­kon­zep­ti­on, für die man sich kon­kret be­wer­be. Die Bür­ger sol­len da­bei mit Hil­fe ei­nes Mo­de­ra­tors in Work­shops mit­ar­bei­ten kön­nen.

„Über Kunst re­den ist Kul­tur“, schloss Schä­rer. Ko­va­cic kri­ti­sier­te den Mo­dus der städ­ti­schen Un­ter­stüt­zung: „Wenn ich Spon­so­ren fin­de, be­kom­me ich von der Stadt we­ni­ger, dar­in se­he ich kei­nen Sinn.“Hier wer­de es wei­ter Re­de­be­darf nicht nur zur Kul­tur, son­dern auch zum Kul­tur­be­trieb ge­ben.

Der Ver­ein ehr­te Hel­ga Wer­ner für 25 Jah­re, Il­se und Pe­ter Lip­pert für 50 Jah­re und Fritz Klein­mann für 60 Jah­re Mit­glied­schaft.

FO­TO: GA­B­RIE­LE LO­GES

Bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung wur­de der neue Vor­stand ge­wählt und lang­jäh­ri­ge Mit­glie­der ge­ehrt (von links): Bür­ger­meis­ter Tho­mas Schä­rer, Hel­ga Wer­ner (25 Jah­re Mit­glied), Fritz Klein­mann (60 Jah­re Mit­glied), Sieg­fried Geb­hardt (Vor­sit­zen­der), Il­se Lip­pert (50 Jah­re Mit­glied) und Fritz Ko­va­cic (stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der).

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