Neue DIN-Norm: Brand­schutz­schal­ter für Holz­häu­ser

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - BAUEN & WOHNEN -

BER­LIN (dpa) - Bei Um­bau­ten von Holz­häu­sern so­wie in Neu­bau­ten müs­sen künf­tig Brand­schutz­schal­ter ein­ge­baut wer­den. Das sieht ei­ne neue ent­spre­chen­de DIN-Norm vor. Be­trof­fen sind vor al­lem ge­werb­li­che und öf­fent­li­che Ge­bäu­de, aber auch Wohn­häu­ser aus Holz so­wie bar­rie­re­frei­en Woh­nun­gen, die nach der DIN-Norm 18040-2 ge­baut wur­den. Die Schal­ter sol­len so­ge­nann­ten Feh­ler­licht­bö­gen vor­beu­gen. Die­ses Phä­no­men in elek­tri­schen Lei­tun­gen oder An­la­gen zählt zu den häu­figs­ten Brand­ur­sa­chen. Un­ter an­de­rem kön­nen Feh­ler­licht­bö­gen ent­ste­hen, wenn Elek­tro­lei­tun­gen ab­ge­knickt, ein­ge­klemmt oder durch Nä­gel, Schrau­ben oder Be­fes­ti­gungs­klam­mern be­schä­digt wer­den. Da­bei ent­steht an der de­fek­ten Lei­tung ei­ne Eng­stel­le, was zu Über­hit­zung und ei­nem an­schlie­ßen­den Brand füh­ren kann.

Die stan­dard­mä­ßi­gen Schutz­ein­rich­tun­gen ver­mei­den zwar Kurz­schlüs­se, Über­las­tung und Feh­ler­strom, er­ken­nen aber nicht Feh­ler­licht­bö­gen. Ein­ge­baut wer­den sol­len da­her Ex­tra-Brand­schutz­schal­ter im Strom­kreis­ver­tei­ler – von der DIN be­trof­fen sind End­strom­krei­se von ein­pha­si­gen Wech­sel­span­nungs­sys­te­men mit bis zu 16 Am­pe­re. Sie ana­ly­sie­ren das Fre­quenz­bild des Stroms und schal­ten bei Auf­fäl­lig­kei­ten den Strom­kreis ab.

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