Unis­ter war wohl schon län­ger zah­lungs­un­fä­hig

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WIRTSCHAFT -

LEIP­ZIG (dpa) - Das Leip­zi­ger In­ter­net-Un­ter­neh­men Unis­ter ist mög­li­cher­wei­se schon lan­ge vor der An­mel­dung der In­sol­venz im vo­ri­gen Som­mer plei­te ge­we­sen. Es ge­be An­halts­punk­te da­für, dass Unis­ter schon län­ger zah­lungs­un­fä­hig ge­we­sen sei, sag­te In­sol­venz­ver­wal­ter Lu­cas Flö­ther. Der­zeit sam­me­le er da­für ge­richts­fes­te Be­wei­se.

So­bald die­se vor­lä­gen, wer­de es ers­te An­fech­tun­gen ge­ben. Un­ter Um­stän­den könn­ten Gel­der zu­rück­ge­holt wer­den. Zahl­rei­che Unis­terGe­sell­schaf­ten hat­ten nach dem Tod des Grün­ders, Tho­mas Wa­gner (38), bei ei­nem Flug­zeug­ab­sturz im Som­mer 2016 in Slo­we­ni­en, In­sol­venz an­ge­mel­det.

Ver­wal­ter Flö­ther hat in­zwi­schen gro­ße Tei­le der Un­ter­neh­mens­grup­pe ver­kauft. Un­ter an­de­rem ging die Unis­ter-Rei­se­spar­te, zu der die Por­ta­le flue­ge.de und ab-in-den-ur­laub.de ge­hör­ten, an den tsche­chi­schen In­ves­tor Ro­cka­way Ca­pi­tal. Das In­sol­venz­ver­fah­ren wer­de sich vor­aus­sicht­lich noch ei­ni­ge Jah­re hin­zie­hen, sag­te Flö­ther. Noch nicht ver­kauft sei­en die Ge­sell­schaft Ca­pi­tal One, das Markt­for­schungs­in­sti­tut Key­facts mit 10 Mit­ar­bei­tern und die On­li­ne­wer­be­platt­form Ad Up mit 20 Be­schäf­tig­ten.

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