St­ei­ne der Brü­cke von Re­ma­gen um­krei­sen Er­de

Sym­bo­li­sche Frie­dens­ak­ti­on an Bord der ISS

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WISSEN - Von Jens Al­bes

KO­BLENZ/MAINZ (dpa) - Meh­re­re klei­ne St­ei­ne der 1945 ein­ge­stürz­ten Brü­cke von Re­ma­gen ha­ben an Bord der In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on (ISS) im­mer wie­der die Er­de um­kreist. Sie ge­hö­ren dem Frie­dens­mu­se­um in den bei­den links­rhei­nisch er­hal­te­nen Brü­cken­tür­men am Rhein. Die schon län­ger zu­rück­lie­gen­de, aber erst jetzt be­kannt ge­ge­be­ne Ak­ti­on sei als sym­bo­li­sche Frie­dens­in­itia­ti­ve ge­dacht ge­we­sen, sag­te Frank Cor­nely von der Mu­se­ums­ge­schäfts­füh­rung.

Der eins­ti­ge As­tro­nau­ten-Trai­ner Rolf Erd­mann ha­be die Idee ge­habt und die St­ein­chen der Fluss­brü­cken­pfei­ler zwei mit ihm be­freun­de­ten rus­si­schen Kos­mo­nau­ten mit­ge­ge­ben. Das Mu­se­um über­le­ge nun, wie die weit ge­reis­ten St­ein­chen in der ei­ge­nen Aus­stel­lung prä­sen­tiert wer­den könn­ten. Zu­vor hat­ten Me­di­en dar­über be­rich­tet.

Die eins­ti­ge Ei­sen­bahn­brü­cke von Re­ma­gen war im Zwei­ten Welt­krieg der ers­te Über­gang der Al­li­ier­ten über den Rhein ge­we­sen. Im März 1945 stürz­te sie nach ei­ner zu­nächst ge­schei­ter­ten Spren­gung durch Wehr­macht­sol­da­ten ein und wur­de nie wie­der auf­ge­baut. Der USK­riegs­film „Die Brü­cke von Re­ma­gen“(1969) mach­te sie welt­be­kannt.

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