Mo­del­le der Ju­gend­be­tei­li­gung

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - OBERSCHWABEN UND DONAU -

Die Be­tei­li­gung von Ju­gend­li­chen an der Kom­mu­nal­po­li­tik ist seit Ein­füh­rung der neu­en Ge­mein­de­ord­nung Pflicht, wenn es ge­wünscht wird. Wie die Be­tei­li­gung er­folgt, ist der Ge­mein­de über­las­sen. Ju­gend­ver­tre­ter ha­ben An­hö­rungs- und An­trags­recht im Ge­mein­de­rat und ein An­recht auf an­ge­mes­se­ne Haus­halts­mit­tel. In par­la­men­ta­ri­scher Form kann die Be­tei­li­gung durch ei­nen Ju­gend­ge­mein­de­rat er­fol­gen, die­ses Mo­dell wird aber von Diet­mar Un­ter­ri­cker nicht emp­foh­len. Viel­mehr setzt er auf of­fe­ne For­men wie Um­fra­gen, Ju­gend­ge­sprä­che -und hea­rings so­wie -fo­ren. Das Pro­blem: Ein 14er-Rat re­prä­sen­tiert nicht die In­ter­es­sen der Ju­gend­li­chen al­ler Al­ters­klas­sen. Des­we­gen wird Ge­mein­den in ei­ner Hand­lungs­emp­feh­lung des Ju­gend­hil­fe­aus­schus­ses vor­ge­schla­gen, ei­ne Misch­form der Ju­gend­be­tei­li­gung zu wäh­len, bei­spiels­wei­se be­ste­hend aus ei­nem 14er-Rat so­wie ei­nem Ju­gendhea­ring und in Kom­bi­na­ti­on mit Um­fra­gen. So bil­det sich ein Ex­per­ten­rat, der mit dem Bür­ger­meis­ter und Ge­mein­de­rat kom­mu­ni­ziert. Dar­aus re­sul­tie­ren­de or­ga­ni­sa­to­ri­sche Fra­gen, wie die ho­he Fluk­tua­ti­on der Ju­gend­li­chen, müs­sen laut Un­ter­ri­cker noch ge­klärt wer­den. (abu)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.