Alb­ver­ein Vil­sin­gen wan­delt auf den Spu­ren von Or­kan Lothar

Die Wan­de­rer ma­chen Rast im Na­tur­freun­de­haus

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - MENGEN/BIBERACH -

VIL­SIN­GEN (sz) - Mit­glie­der und Gäs­te fuh­ren nach Nor­drach im Schwarz­wald. Das Ziel der Wan­de­rung war der Ge­birgs­zug „Moos“zwi­schen dem Rench- und dem Kin­zig­tal. Der Start er­folg­te auf ei­nem Wan­der­park­platz (480 Me­ter) bei Erns­bach. Zu Be­ginn wan­der­te die Grup­pe durch ho­hen Wald.

Die Rou­te war so ge­wählt, dass durch gro­ße Schlei­fen der An­stieg gut zu be­wäl­ti­gen war. Auf cir­ca 830 Me­ter Hö­he öff­ne­te sich der Wald. Kurze Zeit spä­ter er­reich­ten die Wan­de­rer das Lothar-Denk­mal (852 Me­ter) am Sie­ding­kopf. Der Or­kan Lothar hat­te im De­zem­ber 1999 den Wald auf dem ge­sam­ten Berg­rü­cken ver­nich­tet. Da­durch ent­stand freie Sicht Rich­tung Rhein­tal und Vo­ge­sen.

Der wei­te­re Weg führ­te am Hang ent­lang. So konn­te man sei­nen Blick in die Fer­ne schwei­fen las­sen. Nach noch­ma­li­gem An­stieg er­reich­ten die Teil­neh­mer den Hö­he­punkt der Wan­de­rung, die Berg­kup­pe Mooskopf (871 Me­ter). Der Schwarz­wald­ver­ein hat schon im Jah­re 1890 in nur zwei Mo­na­ten Bau­zeit die­sen Aus­sichts­turm er­rich­tet. Wer den Auf­stieg auf den „Moos­turm“ge­schafft hat­te, wur­de mit ei­ner herr­li­chen Rund­um­sicht be­lohnt. Zu­rück ging es auf ziem­lich di­rek­tem Weg zur Kor­n­ebe­ne (626 Me­ter). Beim Na­tur­freun­de­haus wur­de ei­ne kurze Wei­zen- / Kaf­fee­pau­se ein­ge­legt. Et­was spä­ter ka­men die Teil­neh­mer am „Back- und Brenn­his­li“(Häu­schen) des Schwarz­hofs vor­bei. In ei­nem Hän­ge­schränk­chen wa­ren selbst­er­zeug­te Schnäp­se und ver­schie­de­ne Li­kö­re zum Pro­bie­ren be­reit­ge­stellt.

Das ver­füh­re­ri­sche An­ge­bot wur­de reich­lich in An­spruch ge­nom­men. Mit Schwarz­wäl­der Spe­zia­li­tä­ten im Müh­len­stü­b­le und bei her­vor­ra­gen­der Stimmung ging ein schö­ner Wan­der­tag zu En­de.

An­ek­do­te am Ran­de: In den 1990er Jah­ren über­rag­te der Wald um den Moos­turm die Aus­sichts­platt­form. Des­halb war das Be­stei­gen des Moos­tur­mes reiz­los ge­wor­den. Der Wald um den Moos­turm ge­hört ver­schie­de­nen Ge­mein­den. Des­halb tra­fen sich die Förs­ter, um das Ab­hol­zen zu or­ga­ni­sie­ren. Die Her­ren konn­ten sich in stun­den­lan­gen Ver­hand­lun­gen nicht ei­ni­gen. Des­halb wur­den die Be­mü­hun­gen er­geb­nis­los ab­ge­bro­chen. Ein hal­bes Jahr da­nach wur­de das Pro­blem durch Or­kan Lothar „ge­löst“. Der Or­kan hat für freie Sicht auf dem ge­sam­ten Berg­rü­cken ge­sorgt.

FO­TO: RU­PERT HOTZ

Film-Li­ga 66 RH zeigt die Wan­de­rer mit dem Lothar-Denk­mal am Sie­ding­kopf mit Aus­sicht bis in die Vo­ge­sen.

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