Be­lieb­tes Jo­han­nis­feu­er bei der Fa­mi­li­en­grup­pe des Alb­ver­eins

Kin­der be­grü­ßen freu­dig den Som­mer in Sig­ma­rin­gen­dorf

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - MENGEN/BIBERACH -

SIG­MA­RIN­GEN­DORF (sz) - Am 21. Ju­ni fal­len die kür­zes­te Nacht und der längs­te Tag des Jah­res zu­sam­men. Rund um den Tag der Sonn­wen­de wer­den im Süd­deut­schen Raum und in Bay­ern Sonn­wend- oder Jo­han­nis­feu­er ent­zün­det.In Sig­ma­rin­gen­dorf wa­ren be­reits am Mor­gen flei­ßi­ge Hel­fer der Fa­mi­li­en­grup­pe un­ter­wegs, um Rei­sig und Holz auf­zu­sta­peln. Wich­tig: Nur na­tur­be­las­se­nes Holz darf ver­wen­det wer­den, ge­stri­che­nes oder gar la­sier­tes Holz ist ab­so­lut ta­bu.Ein­ge­la­den hat­te die Fa­mi­li­en­grup­pe ab 18 Uhr in die Streu­obst­wie­sen am Hä­sel­berg zwi­schen Sig­ma­rin­gen­dorf und Scheer, in den Obst­gar­ten von Her­mann Brod­mann. Würst­chen bra­ten, Stock­brot ba­cken, Lieder sin­gen, Spie­le und als Über­ra­schung ei­ne Mär­chen­er­zäh­le­rin stan­den auf dem Vor­pro­gramm, das die Fa­mi­li­en und die Kin­der ger­ne an­nah­men. Auch Flücht­lings­fa­mi­li­en aus dem Fürs­ten­hof in Sig­ma­rin­gen wa­ren wie­der zu Gast. Man kennt sich be­reits von der Wald­weih­nacht oder dem Rü­ben­geis­ter­schnit­zen. Die Kin­der und Er­wach­se­nen aus den frem­den Län­dern ha­ben kei­ner­lei Be­rüh­rungs­ängs­te. Her­mann Brod­mann hat­te wie im­mer sei­ne Gi­tar­re mit da­bei und nach ei­ni­gen Volks­lie­dern er­griff ein Va­ter ei­ner Flücht­lings­fa­mi­lie die Gi­tar­re und sang und be­glei­te­te spon­tan ein paar Lieder aus sei­ner Hei­mat. Es wur­de ganz ru­hig und man spür­te das Ver­bin­den­de der Mu­sik. Auch Fla­den­brot wur­de auf dem Grill ge­ba­cken. Die Kin­der nutz­ten auch den schö­nen Som­mer­abend, um ein­fach her­um­tol­len zu kön­nen.

Die Mär­chen­er­zäh­le­rin aus Bad Wald­see zog dann al­le in ih­ren Bann und band die Kin­der und Er­wach­se­nen in ih­re ge­konnt und span­nend vor­ge­tra­ge­nen Ge­schich­ten mit ein. So ver­ging die Zeit wie im Flu­ge und als es ein­däm­mer­te, war es so­weit: An vier Ecken durf­ten die Kin­der den Sta­pel an­zün­den und nach an­fäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten lo­der­ten dann die Flam­men und die Fun­ken sprüh­ten in den Nacht­him­mel, wo in­zwi­schen die Ster­ne leuch­te­ten und ei­ne be­son­de­re Stimmung her­vor­zau­ber­ten.

Man er­zähl­te sich Ge­schich­ten und die Kin­der la­gen teil­wei­se auf De­cken vor dem Feu­er und sa­hen in die Glut des Feu­ers hin­ein. Ge­gen spä­ter ka­men noch Kin­der von der Wald­büh­ne da­zu, die vor­her noch auf der Thea­ter­büh­ne ge­stan­den hat­ten. Ein paar Klei­ne­ren wa­ren die Au­gen dann doch zu­ge­fal­len, als nach Mit­ter­nacht das Feu­er so­weit ab­ge­brannt war und al­le sich nach ei­nem er­füll­ten Abend auf den Heim­weg mach­ten.

FO­TO: METZGER

Das Jo­han­nis­feu­er brennt bis weit nach Mit­ter­nacht.

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