Streit um ukrai­ni­sche EU-Bei­tritts­per­spek­ti­ve

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

KIEW (dpa) - Trotz des eu­ro­päi­schen Zö­gerns hat der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Pe­tro Po­ro­schen­ko das Ziel ei­nes EU-Bei­tritts be­kräf­tigt. „Die Ukrai­ne hat ihr Stre­ben nach Eu­ro­pa und ih­re eu­ro­päi­sche Wahl ein­deu­tig er­klärt. (…) Nie­mand hat das Recht, uns das zu nehmen“, sag­te er am Don­ners­tag nach ei­nem Tref­fen mit der EU-Füh­rung in Kiew. Der 19. Gip­fel die­ser Art en­de­te aber oh­ne Ab­schluss­er­klä­rung. Nach An­ga­ben aus EU-Kreisen woll­ten mit­tel- und ost­eu­ro­päi­sche Mit­glieds­län­der in ihr fest­hal­ten, dass die EU die „eu­ro­päi­schen Be­stre­bun­gen“der Ukrai­ne „an­er­kennt“. Dies wie­der­um woll­ten die Nie­der­lan­de nicht ak­zep­tie­ren, weil sie in der For­mu­lie­rung den Hin­weis auf ei­ne kon­kre­te EU-Bei­tritts­per­spek­ti­ve für das ost­eu­ro­päi­sche Land se­hen. Ein Kom­pro­miss sei nicht zu­stan­de ge­kom­men, hieß es.

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