Land­rats­amt rät, Bäu­me zu kon­trol­lie­ren

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - OBERSCHWABEN UND DONAU -

KREIS SIG­MA­RIN­GEN (sz) - Die tro­cke­ne Wit­te­rung und die der­zeit er­höh­ten Tem­pe­ra­tu­ren schwä­chen die Ab­wehr­kraft der Bäu­me und be­güns­ti­gen die Ent­wick­lung der Bor­ken­kä­fer. Das teilt das Land­rats­amt in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung mit.

In den Bor­ken­kä­fer-Über­wa­chungs­fal­len ha­ben die Fang­zah­len ra­sant zu­ge­nom­men und die Wahr­schein­lich­keit für den Be­fall von ste­hen­den Bäu­men ist der­zeit hoch. Wich­tig sei des­halb, die Fich­ten­be­stän­de jetzt und bis in den Sep­tem­ber hin­ein im zwei­wö­chi­gen Ab­stand zu kon­trol­lie­ren.

Der Forst­schutz­be­auf­trag­te des Land­krei­ses, Chris­toph Ho­fe­le, er­läu­tert die Merk­ma­le ei­nes Be­falls: „Kenn­zei­chen ei­nes Bor­ken­kä­fer­be­falls an Fich­te sind brau­nes Bohr­mehl auf der Rin­de, un­ter Rin­den­schup­pen, am Stamm­fuß und auf der Bo­den­ve­ge­ta­ti­on, Harz­tröpf­chen so­wie Harz­fluss am Stamm un­ter dem Kro­nen­an­satz und hel­le Fle­cken, so­ge­nann­te Spie­gel, auf der Rin­de. Letz­te­re ent­ste­hen durch die Tä­tig­keit der Spech­te, wo­durch grö­ße­re Rin­den­stü­cke ab­fal­len und das hel­le Splint­holz sicht­bar wird.

Dar­über hin­aus sind cha­rak­te­ris­ti­sche Fraß­bil­der un­ter der Rin­de zu er­ken­nen, der Baum ist ge­rö­tet und grü­ne so­wie rot-brau­ne Na­deln fal­len ab.“

Die Wald­be­sit­zer ha­ben zur Ab­wehr von Bor­ken­kä­fer­schä­den die Pflicht, ih­re Wald­be­stän­de re­gel­mä­ßig zu kon­trol­lie­ren und die vom Bor­ken­kä­fer be­fal­le­nen Bäu­me auf­zu­ar­bei­ten.

Zur Au­f­ar­bei­tung kön­nen sie sich der Hil­fe ih­res zu­stän­di­gen For­st­re­vier­lei­ters be­die­nen, der kos­ten­los be­rät und un­ter­stützt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.