Fast 600 Be­am­te bei G20 ver­letzt

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

HAM­BURG (AFP/dpa) - Bei dem Po­li­zei­ein­satz zum G20-Gip­fel in Ham­burg sind nach An­ga­ben von Ein­satz­lei­ter Hart­mut Dud­de mehr Po­li­zis­ten zu Scha­den ge­kom­men als bis­lang be­kannt. 592 Be­am­te sei­en zwi­schen Ein­satz­be­ginn am 22. Ju­ni und Ein­satz­en­de am 10. Ju­li „durch Fremd­ein­wir­kung“ver­letzt wor­den, sag­te Dud­de am Mitt­woch vor dem In­nen­aus­schuss der Bür­ger­schaft. Die schwers­ten Ver­let­zun­gen sei­en Kno­chen­brü­che. Die von den Ran­da­lie­rern an­ge­rich­te­ten Sach­schä­den konn­te Dud­de nicht be­zif­fern. Es sei­en 345 Straf­ta­ten an­ge­zeigt wor­den. In­nen­se­na­tor An­dy Gro­te (SPD) ver­si­cher­te, dass die Ver­ant­wort­li­chen für den Po­li­zei­ein­satz selbst­kri­tisch mit sich um­gin­gen: „Nie­mand nimmt für sich in An­spruch, dass die gan­ze Zeit von al­len Be­tei­lig­ten nur feh­ler­frei ge­han­delt wur­de.“

Ge­schä­dig­te der Aus­schrei­tun­gen wäh­rend des G20-Gip­fels sol­len mit ins­ge­samt bis zu 40 Mil­lio­nen Eu­ro ent­schä­digt wer­den. Dar­auf ver­stän­dig­ten sich Ham­burg und der Bund, wie die „Stutt­gar­ter Zei­tung“und die „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“be­rich­te­ten. Die bei­den Blät­ter be­rie­fen sich auf ei­ne Ver­ein­ba­rung der Han­se­stadt mit dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um. Dem­nach soll ein Här­te­fall­fonds für Sach­schä­den auf­kom­men, „für die kein Ver­si­che­rungs­schutz be­steht“.

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