Be­su­cher­zah­len lie­gen über dem Plan

Cam­pus Gal­li ent­wi­ckelt sich laut Ge­schäfts­füh­rer gut – Wei­te­re Spon­so­ren ge­sucht

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - MESSKIRCH - Von Chris­toph War­ten­berg

MESSKIRCH - Von er­freu­li­chen Zah­len der ers­ten Sai­son­hälf­te hat der Ge­schäfts­füh­rer des Cam­pus Gal­li, Han­nes Na­pie­r­a­la, dem Meß­kir­cher Gemeinderat be­rich­tet.

Im Ver­gleich zum Vor­jahr gab es in den ers­ten drei Mo­na­ten April, Mai und Ju­ni be­reits rund 10 000 Be­su­cher mehr. Be­dingt durch die fort­schrei­ten­den Bau­ar­bei­ten, bei de­nen man im­mer mehr se­hen und er­ken­nen kann, wird der Cam­pus für Be­su­cher at­trak­ti­ver, so­dass die Zah­len wei­ter stei­gen dürf­ten.

„Ich ha­be schö­ne Zah­len“, sag­te Na­pie­r­a­la und ver­wies dar­auf, dass die Be­su­cher­zah­len deut­lich über dem Plan lie­gen. „Da­mit kön­nen wir auch ei­ne mög­li­che Schlecht­wet­ter­pe­ri­ode über­brü­cken“, er­klär­te er. In den ers­ten drei Mo­na­ten gab es schon 33 339, im Vor­jahr wa­ren es noch 23 376 Be­su­cher. In den Mo­na­ten April (7022/4800 Plan) und Mai (8358/7200 Plan) wur­de der Plan deut­lich über­schrit­ten, im Ju­ni leicht un­ter­schrit­ten (10 728/11 200 Plan). Für den Ju­li ist nach dem hal­ben Mo­nat der Plan schon zu deut­lich mehr als der Hälf­te er­füllt. Durch­schnitt­lich gab es pro Tag 347 Be­su­cher, 2016 wa­ren es 251. Das ist ei­ne Stei­ge­rung um über 42 Pro­zent. Auch die fest ge­buch­ten Füh­run­gen über­tref­fen in ih­rer Zahl be­reits jetzt das ge­sam­te Vor­jahr. „Bei den Füh­run­gen kön­nen wir den Be­su­chern deut­lich mehr In­for­ma­tio­nen ge­ben, das macht den Cam­pus in­ter­es­san­ter“, sagt Na­pie­r­a­la. Des­halb müss­ten die Ver­ant­wort­li­chen ver­su­chen, mehr Füh­rer aus­zu­bil­den.

Bau­ar­bei­ten schrei­ten vor­an

Die Vor­ar­bei­ten für den Bau der Klos­ter­an­la­ge sei­en jetzt ab­ge­schlos­sen. So ha­be man, dem Mit­tel­al­ter ent­spre­chend, zum Bei­spiel ei­nen Raum zum Be­ten be­nö­tigt. Nun ge­he es an die Um­set­zung des Klos­ter­plans. An­ge­fan­gen wur­de be­reits mit den Mau­ern des Obst- und des Ge­mü­se­gar­tens. An­ge­sichts der fort­ge­schrit­te­nen Jah­res­zeit kön­ne man al­ler­dings erst im kom­men­den Jahr ein­sä­en. In der Kir­che wür­den der­zeit die Chor­schran­ken ein­ge­baut, der Al­tar­raum her­ge­rich­tet, der Fuß­bo­den ver­legt und die ge­drech­sel­ten Säu­len­ka­pi­tel­le auf­ge­setzt. „Es gab sel­ten in der Sai­son schon so früh so viel zu se­hen“, be­ton­te Na­pie­r­a­la.

Ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit dem Fach­be­reich Archäo­me­trie (na­tur­wis­sen­schaft­li­che Analyse von his­to­ri­schen Din­gen) der Uni­ver­si­tät Tübingen er­mög­li­che ge­mein­sa­me Fort­schrit­te bei der Ein­sicht in ar­chäo­lo­gi­sche Grund­la­gen und auch bei der Ein­wer­bung von Zu­schüs­sen. So stell­ten die Uni­mit­ar­bei­ter zum Bei­spiel se­kun­den­ge­nau die Tem­pe­ra­tu­ren bei ei­nem Gru­ben­brand von Ke­ra­mik fest. Fer­ner sei der Cam­pus Gal­li in den Ver­band „Ex­arc“auf­ge­nom­men wor­den, in dem ar­chäo­lo­gi­sche Frei­licht­mu­se­en und ex­pe­ri­men­tel­le Pro­jek­te zu­sam­men­ge­schlos­sen sind. In die­sem Ver­band ist auch die ex­pe­ri­men­tel­le Burg­bau­stel­le Gue­de­lon ver­tre­ten. Der Cam­pus Gal­li ist ge­mes­sen an den Be­su­cher­zah­len ei­nes der grö­ße­ren Mit­glie­der.

Ge­freut ha­ben sich die Ver­ant­wort­li­chen dar­über, dass der Cam­pus Gal­li auch die Auf­merk­sam­keit der Po­li­tik ge­won­nen hat. Der un­ter an­de­rem für Tou­ris­mus zu­stän­di­ge Mi­nis­ter Gui­do Wolf und die Staats­se­kre­tä­rin Fried­lin­de Gurr-Hirsch ha­ben dem Cam­pus ei­nen Be­such ab­ge­stat­tet und zeig­ten sich be­ein­druckt. Die Be­kannt­heit des Cam­pus hat sich über die Kreis­gren­zen weit in die Re­gi­on ent­wick­let, und so er­hofft man sich ei­nen wei­te­ren Be­su­cher­zu­wachs.

Zur Fra­ge von Joa­chim Bach (Freie Wäh­ler), ob denn die wach­sen­den Be­su­cher­zah­len mit dem jet­zi­gen Mit­ar­bei­ter­stab zu be­wäl­ti­gen sei­en, mein­te Na­pie­r­a­la: „Das ist in der Tat ein The­ma. Mo­men­tan funk­tio­niert es, aber wenn die Ent­wick­lung so wei­ter geht, müs­sen wir et­was un­ter­neh­men. Das sind Wachs­tums­pro­ble­me.“

Sehr gut sei man bei den frei­wil­li­gen Mit­ar­bei­tern auf­ge­stellt, dar­un­ter et­li­che, die gleich zwei Mo­na­te blie­ben. In den Fe­ri­en woll­ten so vie­le mit­ar­bei­ten, dass man schon Leu­te zu­rück­wei­sen muss­te, dar­un­ter so­gar Fach­ar­bei­ter. Man kön­ne der­zeit nicht mehr als 15 Hel­fer be­schäf­ti­gen. Über­dies müss­ten wei­te­re Schlaf­stät­ten ge­sucht wer­den.

Wie es um die Wer­bung von Spon­so­ren be­stellt sei, woll­te Tho­mas Nu­ding wis­sen. Es feh­le noch ein Groß­spon­sor, aber von Meß­kir­cher Fir­men und von sol­chen aus der Um­ge­bung wer­de man gut un­ter­stützt, sag­te Na­pie­r­a­la. Man sei stän­dig ak­tiv und pas­siv auf der Su­che nach wei­te­ren Spon­so­ren.

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