Er­win Pfei­fer stirbt mit 84 Jah­ren

In­zig­ko­fer Weih­nachts­krip­pe ist ein Teil sei­nes Le­bens­wer­kes

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - RUND UM SIGMARINGEN - Von Win­fried Köp­fer

IN­ZIG­KOFEN - We­ni­ge Ta­ge vor sei­nem 85. Ge­burts­tag ist in der ver­gan­ge­nen Wo­che Er­win Pfei­fer nach lan­ger Er­kran­kung ver­stor­ben. Der ge­bür­ti­ge In­zig­ko­fer war für sei­ne Hei­mat­ge­mein­de, der er sein Le­ben lang treu blieb, über vie­le Jahr­zehn­te hin­weg ein wert­vol­ler Be­glei­ter bei der Ent­wick­lung des Or­tes mit vie­len Er­eig­nis­sen seit Kriegs­en­de. Als her­vor­ra­gen­der Hob­by­fil­mer und Fo­to­graf be­wahr­te er le­ben­di­ge Orts­ge­schich­te in Bild und Film mit Ton. Ei­ne über­aus gro­ße Zahl von Trau­er­gäs­ten er­wie­sen ihm bei der Bei­set­zung auf dem Fried­hof die letz­te Eh­re, als Dank und An­er­ken­nung für sein Wir­ken.

Beim Trau­er­got­tes­dienst in der Klos­ter­kir­che er­in­ner­te Vi­kar Hol­ger Cerff in sei­ner An­spra­che an die viel­fäl­ti­gen Ak­ti­vi­tä­ten des Ver­stor­be­nen. „Trotz ge­sund­heit­li­cher Ein­schrän­kun­gen schon in der Ju­gend, stell­te er sich en­ga­giert dem Le­ben und setz­te sei­ne Ta­len­te und Ga­ben für die Ge­mein­schaft ein“, so Cerff. Dies auch über meh­re­re Jah­re als Pfarr­ge­mein­de­rat in der Kir­chen­ge­mein­de.

Sei­ne Lie­be zur Hei­mat, Land­schaft und Na­tur do­ku­men­tier­te er im Bild und stell­te sie beim Schwä­bi­schen Alb­ver­ein, dem er seit 1951 an­ge­hör­te, wie auch im Bil­dungs­werk bei vie­len Ver­an­stal­tun­gen, zu­letzt im No­vem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res, vie­len be­geis­ter­ten Be­su­chern vor.

Vor der Bei­set­zung wür­dig­te in der Aus­seg­nungs­hal­le An­ton Schmalz die gro­ßen Ver­diens­te von Er­win Pfei­fer für den von ihm 1993 ge­grün­de­ten Krip­pen­ver­ein. „14 Jah­re lang war er als Vor­sit­zen­der des­sen Mo­tor und Ide­en­ge­ber für die Ent­ste­hung und den Er­halt der herr­li­chen Weih­nachts­krip­pe in der Klos­ter­kir­che“, so Schmalz. 2007 mit Be­ginn sei­ner Er­kran­kung gab er sein Amt ab und war als Eh­ren­vor­sit­zen­der bis zu­letzt mit „sei­nem Krip­pen­ver­ein und der Krip­pe “eng ver­bun­den. An­ton Schmalz er­in­ner­te an vie­le gro­ße Krip­pen­aus­stel­lun­gen und an die über drei Jah­re Bau­zeit bis zur Voll­en­dung der Krip­pen­an­la­ge im Jahr 2000.

In die­sen Jah­ren war Er­win Pfei­fer fast täg­lich bei der Ar­beit, wo­bei ihm sei­ne hand­werk­li­che Be­ga­bung für Holz, Me­tall und Elek­trik von gro­ßem Nut­zen war. So schnitz­te er nicht nur den Krip­pen­auf­bau, son­dern er fer­tig­te in mü­he­vol­ler Hand­ar­beit sämt­li­che be­weg­li­che Grund­kör­per der Fi­gu­ren. Weit über die Ge­mein­de In­zig­kofen hin­aus sind die Weih­nachts­krip­pe und der Krip­pen­ver­ein be­kannt und so­mit bleibt ein Teil sei­nes Le­bens­wer­kes er­hal­ten und er­in­nert an ihn.

Die An­teil­nah­me der vie­len Trau­er­gäs­te galt sei­ner Frau Li­sa, die ihn über Jahr­zehn­te bei sei­nen vie­len Hob­bys lie­be­voll be­glei­te­te und un­ter­stütz­te und bis zum To­de im Ei­gen­heim an der Vil­sin­ger­stra­ße, auf­op­fe­rungs­voll pfleg­te. Eben­so aber auch den bei­den Kin­dern und vier En­keln, die um ih­ren Va­ter und Opa trau­ern.

FO­TO: PRI­VAT

Er­win Pfei­fer, Eh­ren­vor­sit­zen­der des In­zig­ko­fer Krip­pen­ver­eins, ist tot. Ei­ne gro­ße Trau­er­ge­mein­de gibt ihm ein letz­tes Ge­leit.

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