Archäo­werk­statt be­leuch­tet den prä­his­to­ri­schen Spei­se­plan

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - VERANSTALTUNGEN - FO­TO: FEDERSEEMUSEUM

BAD BUCHAU (sz) - Die Archäo­werk­statt im ar­chäo­lo­gi­schen Frei­ge­län­de des Fe­der­see­mu­se­ums ist am mor­gi­gen Sonn­tag von 13.30 bis 16.30 Uhr ge­öff­net. The­ma ist die Er­näh­rung vor meh­re­ren 1000 Jah­ren. Was ver­ra­ten uns tie­ri­sche und pflanz­li­che Fun­de über den prä­his­to­ri­schen Spei­se­plan? Auf die­se span­nen­den Fra­gen gibt es noch span­nen­de­re Ant­wor­ten beim klei­nen Ex­kurs zu den frü­hen Acker­bau­ern am Fe­der­see. Der feuch­te Mo­or­bo­den hat tie­ri­sche und bo­ta­ni­sche Schät­ze über Jahr­tau­sen­de er­hal­ten, wel­che Hin­wei­se auf die Er­näh­rungs­grund­la­ge un­se­rer Vor­fah­ren ge­ben. So konn­ten bei­spiels­wei­se aus der bron­ze­zeit­li­chen „Was­ser­burg Buchau“bis­lang rund 20 000 be­stimm­ba­re Pflan­zen­res­te iden­ti­fi­ziert wer­den. Al­len vor­an bil­de­ten Din­kel, Gers­te und Hir­se die Zu­ta­ten für Brot und Brei; Schlaf­mohn­sa­men, Bee­ren­obst und Blatt­sa­lat sind eben­falls wich­ti­ge Be­stand­tei­le der Er­näh­rung, heißt es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. In der Archäo­werk­statt stellt ein Mit­ar­bei­ter des Mu­se­um­s­teams die Grund­la­gen prä­his­to­ri­scher Er­näh­rung mit ty­pi­schen Nah­rungs­mit­teln vor. Vom An­bau und der Er­zeu­gung in der Land­wirt­schaft über ih­re Ver­wen­dungs­wei­se und Zu­be­rei­tungs­art wird auch der da­mit ver­bun­de­ne Ein­fluss auf den Le­bens­rhyth­mus deut­lich. Die Jah­res­zei­ten be­stimm­ten ent­schei­dend die Er­näh­rung mit den je­weils zur Ver­fü­gung ste­hen­den Le­bens­mit­teln. Die Be­su­cher kön­nen sich ak­tiv be­tei­li­gen und den Ein­satz ei­nes Ern­te­mes­sers selbst aus­pro­bie­ren. Mit Holz­griff und Feu­er­stein­klin­ge, die mit Bir­ken­pech im Schaft fi­xiert wur­de, war die­ses Hand­werk­zeug ein wert­vol­ler Ern­te­hel­fer für un­se­re Vor­fah­ren. Auch kann man die Hand­ha­bung und Funk­ti­ons­wei­se der Si­chel tes­ten. Das Federseemuseum ist täg­lich von 10 bis 19 Uhr ge­öff­net.

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