Un­ei­nig über Ver­hal­tens­ko­dex für Seeret­tung

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Bei ei­nem Tref­fen zwi­schen ita­lie­ni­schen Re­gie­rungs­be­am­ten und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen hat es kei­ne Ei­ni­gung auf ei­nen Ver­hal­tens­ko­dex als Grund­la­ge für Ret­tun­gen von Mi­gran­ten im Mit­tel­meer ge­ge­ben. Für Frei­tag sei ein neu­es Tref­fen in Rom an­ge­setzt wor­den, bis da­hin könn­ten die Or­ga­ni­sa­tio­nen Vor­schlä­ge zur Ver­bes­se­rung und Er­gän­zung des Re­gel­ka­ta­logs ein­rei­chen, be­rich­te­te Ti­tus Mol­ken­bur, der für die deut­sche NGO Ju­gend Ret­tet am Di­ens­tag bei ei­nem Tref­fen in Rom teil­nahm. Mit dem Ver­hal­tens­ko­dex will die ita­lie­ni­sche Re­gie­rung kla­re Re­geln für die Ret­tungs­ak­tio­nen auf­stel­len und hat­te da­mit für Ve­r­un­si­che­rung bei den Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen ge­sorgt. Ihr En­ga­ge­ment war zu­letzt kri­ti­siert wor­den, weil Ein­sät­ze im­mer nä­her an der li­by­schen Küs­te statt­fin­den. Nach Ein­schät­zung der EU-Grenz­schutz­agen­tur Fron­tex spie­len die NGOs da­mit Schlep­pern in die Hän­de. Vor der Küs­te Li­by­ens ha­ben Hel­fer un­ter­des­sen min­des­tens 13 To­te auf ei­nem über­la­de­nen Flücht­lings­boot ent­deckt. Un­ter den To­ten sei­en auch schwan­ge­re Frau­en und Müt­ter, er­klär­te die spa­ni­sche Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on Proac­tiva Open Arms am Di­ens­tag. Dem­nach be­fan­den sich 167 Men­schen auf dem Schlauch­boot, das im Meer trieb. (AFP/dpa)

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