„Al­le wün­schen sich per­so­nel­le Kon­ti­nui­tät“

Klaus Flo­ckerzie ver­lässt die Bil­harz­schu­le

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SIGMARINGEN -

SIG­MA­RIN­GEN - Nach an­dert­halb Jah­ren hat sich Klaus Flo­ckerzie als Rek­tor der Bil­harz­schu­le ver­ab­schie­det. An­fang der Wo­che wur­de er als neu­er Lei­ter der Ge­mein­schafts­schu­le Stet­ten am kal­ten Markt ein­ge­führt. War­um es ihn nach so kur­zer Zeit wie­der weg aus Sig­ma­rin­gen zieht, die­se Fra­ge hat er SZ-Re­dak­teur Michael He­scheler be­ant­wor­tet.

Herr Flo­ckerzie, aus wel­chem Grund ha­ben Sie sich in Stet­ten be­wor­ben?

Mei­ne Mo­ti­va­ti­on speist sich im We­sent­li­chen aus zwei Qu­el­len: Zum ei­nen in­ter­es­siert mich schon seit lan­gem die Idee ei­nes län­ge­ren ge­mein­sa­men Ler­nens in der Klas­se 5 bis 10. Als Star­ter-Ge­mein­schafts­schu­le hat die Stet­tener Schu­le da­zu ein in­ter­es­san­tes Kon­zept er­stellt und rea­li­siert. Zum an­de­ren hat aus mei­ner Sicht die noch jun­ge Schul­art Ge­mein­schafts­schu­le mit ih­ren viel­fäl­ti­gen An­ge­bo­ten und Wahl­mög­lich­kei­ten, fri­schen Struk­tu­ren und In­no­va­tio­nen Stan­dards ge­setzt, die mitt­ler­wei­le über al­le Schul­ar­ten hin­weg als Merk­ma­le gu­ten Un­ter­richts an­er­kannt und ge­pflegt wer­den. Mit mei­ner reich­hal­ti­gen Be­rufs­er­fah­rung möch­te ich ger­ne da­zu bei­tra­gen, das Stet­tener Kon­zept wei­ter zu ver­fei­nern.

Die Bil­harz­schu­le wird nun von Kon­rek­tor Chris­tof Probst kom­mis­sa­risch ge­führt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat­te die Schu­le drei Rek­to­ren. Leh­rer, El­tern und Schü­ler wün­schen sich wie­der mehr Kon­ti­nui­tät auf dem Rek­to­ren­pos­ten. Was muss ge­tan wer­den, da­mit das Fahr­was­ser ru­hi­ger wird?

Das ist, den­ke ich, ent­schei­dend. Al­le wün­schen sich ei­nen Rek­tor, der das Schiff Bil­harz­schu­le für die kom­men­den zehn Jah­re steu­ert. Per­so­nel­le Kon­ti­nui­tät ist für die Wei­ter­ent­wick­lung der Schu­le ganz ent­schei­dend. So wie ich das ein­schät­ze, ist dies auch der Vor­satz des Schul­amts.

Wie muss sich die Schu­le selbst wei­ter­ent­wi­ckeln?

Als ei­ner, der weg­geht, haut man ja un­ger­ne Pf­lö­cke ein. In die bei­den künf­ti­gen fünf­ten Klas­sen ge­hen ins­ge­samt 35 Kin­der. Vier von ih­nen sind In­klu­si­ons­kin­der, al­so Kin­der mit ei­nem spe­zi­el­len För­der­be­darf. Sich hier zu pro­fi­lie­ren, da hat die Bil­harz­schu­le aus mei­ner Sicht Stär­ken. Ich se­he hier Po­ten­zi­al, denn ich ken­ne we­ni­ge Schu­len, die sich auf die­sen Weg ma­chen.

Was wer­den Sie an Sig­ma­rin­gen ver­mis­sen?

Ich wer­de nicht nur den täg­li­chen Blick auf das Schloss und den Kirch­turm von St. Johann, son­dern auch manch er­hol­sa­men Spa­zier­gang in der Mit­tags­pau­se ent­lang der Do­nau und na­tür­lich die Se­me­ren­ger Fas­net als Aus­druck ho­hen­zol­le­ri­scher Le­bens­freu­de sehr ver­mis­sen.

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