Na­he Len­gen­feld soll ein So­lar­park ent­ste­hen

Die Ge­mein­de Lei­ber­tin­gen er­hofft sich ei­ne Be­tei­li­gung an den Er­trä­gen der An­la­ge

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - SAULDORF/LEIBERTINGEN - Von Do­ris Fut­te­rer

LEI­BER­TIN­GEN - Die EnBW So­lar Gm­bH plant ei­ne Frei­flä­chen-Fo­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf der Ge­mar­kung Lei­ber­tin­gen-Len­gen­feld. Schon seit dem Jahr 2015 hat die EnBW die­ses Ge­biet im Vi­sier. Ein nun ge­än­der­ter Ver­gü­tungs­an­spruch nach dem Er­neu­er­ba­re-Ener­gi­en-Ge­setz für die Nut­zung land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen als So­lar­parks ver­spricht, dass die­ses Pro­jekt lu­kra­tiv wer­den könn­te.

Die Auf­stel­lung ei­nes vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Be­bau­ungs­plans war des­halb The­ma in der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Mon­tag­abend. Die aus­ge­wähl­te Flä­che liegt west­lich von Len­gen­feld, zur Hälf­te von Wald um­ge­ben und in ei­ner Sen­ke na­he­zu nicht ein­seh­bar. Auf die­ser Flä­che von sie­ben Hekt­ar wer­den 17 828 Mo­du­le mit ei­ner Leis­tung von fünf Me­ga­watt­peak (Spit­ze) auf­ge­stellt. Der in die­sem Park er­zeug­te Strom wä­re in der La­ge, 1560 Haus­hal­te zu ver­sor­gen. Der So­lar­park ist auf 25 Jah­re kon­zi­piert.

Die fest­ste­hen­den Mo­dul­ti­sche wer­den oh­ne Fun­da­ment in den Bo­den ge­rammt und ha­ben ei­nen Bo­den­ab­stand von 80 Zen­ti­me­tern auf der ei­nen Seite und von drei Me­tern auf der Ge­gen­sei­te. Die Ab­stän­de zu­ein­an­der er­mög­li­chen noch ma­schi­nel­le Pfle­ge­maß­nah­men und die Nut­zung als Wei­de­flä­che. Der So­lar­park wird mit ei­nem be­grün­ten, zwei Me­ter ho­hen Ma­schen­draht­zaun ab­ge­grenzt.

Tim Mo­rath von der EnBW stell­te den Ge­mein­de­rä­ten das Pro­jekt vor und er­klär­te ei­nen güns­tig vor­han­de­nen Netz­ver­knüp­fungs­punkt, der Strom­mast­tras­sen und Ka­bel im Bo­den zur Ein­spei­sung un­nö­tig ma­che. Im Früh­jahr 2018 könn­te der So­lar­park in ei­ner Bau­zeit von sechs Wo­chen er­rich­tet wer­den.

Ge­mein­de­rat Egon Haf­ner ge­stand, dass er der An­la­ge sehr we­nig ab­ge­win­nen kön­ne, wenn ei­ne Flä­che von der Land­wirt­schaft ab­ge­zo­gen wer­de. Die an­de­ren Rä­te in­ter­es­sier­ten sich da­ge­gen eher für die fi­nan­zi­el­len Be­tei­li­gungs­mög­lich­kei­ten der Ge­mein­de. Mo­rath sag­te, dass Nach­rang­dar­le­hen oder ei­ne ei­gens ge­grün­de­te Ge­sell­schaft als Be­tei­li­gungs­mo­del­le für Bür­ger und die Ge­mein­de mög­lich wä­ren. Ei­ne Ren­di­te von fünf bis sechs Pro­zent sei denk­bar. Au­ßer­dem wür­den 70 Pro­zent der Ge­wer­be­steu­er am Stand­ort ver­blei­ben. Die­se könn­te schon zu Be­ginn an­fal­len, weil durch die Kos­ten­über­nah­me des In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­mens von 4,5 Mil­lio­nen Eu­ro durch die EnBW kei­ner­lei Fi­nan­zie­rungs­kos­ten an­fal­len wür­den. „Die Hö­he der Ge­wer­be­steu­er ist na­tür­lich vom Er­geb­nis des Pro­jekts ab­hän­gig“, sag­te Mo­rath.

Der Ge­mein­de­rat bil­lig­te den Ent­wurf des vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Be­bau­ungs­plans. Nach der Som­mer­pau­se fin­det die for­ma­le Aus­le­gung statt, so­dass ab Ok­to­ber die Be­schluss­fas­sung und der Durch­füh­rungs­ver­trag nach­fol­gen kön­nen.

17 828 Mo­du­le sol­len er­rich­tet wer­den.

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