Eh­ren­sold: Ex­per­ten for­dern Kür­zung

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BERLIN (dpa) - Nach Be­rich­ten über ei­ne Ne­ben­tä­tig­keit des Alt-Bun­des­prä­si­den­ten Chris­ti­an Wul­ff für ei­ne Mo­de­fir­ma for­dern Ver­fas­sungs­recht­ler und Steu­er­zah­ler­bund ei­ne Kür­zung des Eh­ren­solds für ExStaats­ober­häup­ter. Der Staats­rechts­pro­fes­sor Hans Her­bert von Ar­nim nann­te es ein „über­hol­tes, nicht zu recht­fer­ti­gen­des Pri­vi­leg“, dass Bun­des­prä­si­den­ten im Ru­he­stand wei­ter 100 Pro­zent ih­rer Be­zü­ge er­hal­ten.

Ein Spre­cher des In­nen­mi­nis­te­ri­ums er­klär­te, in ei­ner Ne­ben­tä­tig­keit Wul­ffs kön­ne er im Mo­ment kei­nen Ver­stoß ge­gen ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen er­ken­nen. Auch CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber stell­te sich hin­ter Wul­ff. Ein Ver­tre­ter der An­walts­kanz­lei Wul­ff und Kol­le­gen in Ham­burg er­klär­te: „Herr Wul­ff ist nicht An­ge­stell­ter des Un­ter­neh­mens Yar­gi­ci, son­dern de­ren An­walt.“Im Rah­men der an­walt­li­chen Ver­tre­tung ha­be Wul­ff die Pro­ku­ra über­schrie­ben be­kom­men, Ver­trä­ge zu un­ter­zeich­nen, falls ei­ner der Ge­schäfts­füh­rer nicht ver­füg­bar sei.

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