Wolf vom Schluch­see wur­de er­schos­sen

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WIR IM SÜDEN -

SCHLUCH­SEE (dpa) - Der am 8. Ju­li tot aus dem Schluch­see ge­bor­ge­ne Wolf ist er­schos­sen wor­den. Der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Um­welt­mi­nis­ter Franz Un­ter­stel­ler (Grü­ne) gab am Di­ens­tag in Stutt­gart das Un­ter­su­chungs­er­geb­nis des Leib­niz-In­sti­tuts für Zoo- und Wild­tier­for­schung be­kannt. Es hat­te den Wolf im Auf­trag des Mi­nis­te­ri­ums un­ter­sucht. Das Tier wur­de mit ei­ner Wun­de im Brust­be­reich ge­fun­den. Die stamm­te von ei­nem Pro­jek­til, das bei der Ob­duk­ti­on in der Le­ber des Wol­fes ge­fun­den wur­de. „Ei­nen Wolf zu er­schie­ßen, ist ei­ne Straf­tat. Ich be­daue­re es sehr, dass ein Mensch das Le­ben die­ses sel­te­nen Ge­schöp­fes mit Ge­walt aus­ge­löscht hat“, sag­te Un­ter­stel­ler nach An­ga­ben sei­nes Mi­nis­te­ri­ums. Der aus Sch­ne­ver­din­gen stam­men­de Wolf ha­be bis zum Schluch­see über 600 Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt und sei zwei Wo­chen in Ba­den-Würt­tem­berg un­ter­wegs ge­we­sen, so Un­ter­stel­ler wei­ter. Es lä­gen kei­ne Hin­wei­se vor, dass der Wolf Nutz­tie­re an­ge­grif­fen hät­te. We­gen der Tö­tung des Wolfs hat der na­tur­schutz­po­li­ti­sche Spre­cher der Land­tags­frak­ti­on der Grü­nen, Mar­kus Rös­ler, Straf­an­zei­ge ge­gen Un­be­kannt bei der Staats­an­walt­schaft Freiburg ein­ge­reicht. „Es han­delt sich nicht um ein Ka­va­liers­de­likt, son­dern um ein ge­ziel­tes Um­brin­gen ei­ner nach deut­schem und EU-Recht streng ge­schütz­ten Tier­art“, er­klär­te Rös­ler.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.