Oh­ne Ru­te und Schlapp­ohr: Ku­pier­te Hun­de müs­sen lei­den

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - TIERE -

BONN (dpa) - Ei­nem Hund Tei­le vom Ohr oder vom Schwanz weg­zu­schnei­den, ist in Deutsch­land zwar ver­bo­ten – der Ver­kauf und die Hal­tung sol­cher Tie­re sind grund­sätz­lich aber le­gal. Den­noch soll­ten Ver­brau­cher kei­ne so­ge­nann­ten ku­pier­ten Hun­de bei Züch­tern kau­fen, ra­ten Tier­schüt­zer: We­ni­ger Nach­fra­ge könn­te die Zahl sol­cher Ein­grif­fe ver­rin­gern, sagt Lea Schmitz vom Deut­schen Tier­schutz­bund.

Meist brin­gen Züch­ter die Tie­re für die Am­pu­ta­ti­on ins Ausland. „Die Tie­re lei­den je­doch auch bei ih­rer Rück­kehr nach Deutsch­land noch un­ter Wund­schmer­zen“, sagt Schmitz. Vor al­lem bei Rott­wei­lern und Do­ber­män­nern wer­den Oh­ren und Ru­te mit ei­nem Skal­pell ab­ge­schnit­ten. Da­durch sol­len die Hun­de ag­gres­si­ver aus­se­hen – was von man­chen Be­sit­zern ge­wünscht sei: „Schlapp­oh­ren wä­ren zu nied­lich.“

Be­steht der Ver­dacht, dass je­mand ge­gen das Ku­pier­ver­bot ver­stößt, soll­te man das dem zu­stän­di­gen Ve­te­ri­när­amt mel­den, rät die Ex­per­tin. Das Tier­schutz­ge­setz ver­bie­tet in Deutsch­land das Ku­pie­ren der Oh­ren bei Hun­den seit 1986 und das der Ru­ten – mit Aus­nah­me von jagd­lich ge­führ­ten Hun­den – seit 1998.

FO­TO: OH

Das Ab­schnei­den von Schwanz und Oh­ren, wie bei die­sem Do­ber­mann, ist in Deutsch­land ver­bo­ten.

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