Schrö­ders mög­li­cher Pos­ten bei Ros­neft führt zu Kri­tik

Schwaebische Zeitung (Sigmaringen) - - WIRTSCHAFT -

MOS­KAU (dpa) - Ein mög­li­cher Pos­ten für Ex-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der (Foto: dpa) im Vor­stand des größ­ten rus­si­schen Öl­kon­zern Ros­neft sorgt für Kri­tik. Der ukrai­ni­sche Bot­schaf­ter in Ber­lin, And­rej Melnyk, be­zeich­ne­te es als mo­ra­lisch ver­werf­lich, „dass ein ehe­ma­li­ger Bun­des­kanz­ler und füh­ren­des SPDMit­glied vom Kreml­chef in­stru­men­ta­li­siert wird“. Das En­ga­ge­ment wä­re ein „ab­so­lut fal­sches Si­gnal“, das die Be­mü­hun­gen der in­ter­na­tio­na­len Ge­mein­schaft so­wie der Bun­des­re­gie­rung „to­tal un­ter­gra­ben wür­de“, sag­te der Bot­schaf­ter der Fun­ke-Me­di­en­grup­pe. Schrö­der könn­te En­de Sep­tem­ber in der Po­si­ti­on ei­nes un­ab­hän­gi­gen Di­rek­tors in den Vor­stand ge­wählt wer­den. Es ge­be sie­ben Kan­di­da­ten, dar­un­ter den 73-Jäh­ri­gen, hieß es in ei­nem De­kret des rus­si­schen Re­gie­rungs­chefs Dmi­tri Med­we­dew.

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