Schu­he auf der Au­to­bahn

Schwaebische Zeitung (Tettnang) - - TETTNANG - Von Mark Hil­de­brandt

Möch­te man zwecks schnel­len Fort­kom­mens für lan­ge Stre­cken auf die Au­to­bahn, ist das Ge­hör plötz­lich ge­schärft für al­le Ra­dio­mel­dun­gen, die man an­sons­ten igno­riert: Stau hier, Geis­ter­fah­rer dort. Und im­mer wie­der: „Es be­fin­den sich Ge­gen­stän­de auf der Fahr­bahn.“Bei man­chen fragt man sich dann: Aber wie ... ?

Da lie­gen Bü­gel­bret­ter, al­te Schub­la­den, Lam­pen, Ma­trat­zen – fast könn­te man mei­nen, gan­ze Heer­scha­ren räum­ten ih­ren ge­sam­ten Haus­stand in gro­ße Lkw und lie­ßen die Tü­re auf, da­mit auf dem Weg zum Ziel auch ja al­les her­aus­fällt. Wie sonst soll­ten al­lein schon die Mas­sen an Schu­hen am Mit­tel­strei­fen lan­den, die man auf dem Rück­weg aus dem Ur­laub dort lie­gen sieht?

Das ist ei­ne der Fra­gen, die wohl un­ge­löst blei­ben wird. Wie auch: War­um ver­schwin­den So­cken in der Wasch­ma­schi­ne? Und wo­hin? War­um reg­net es im­mer nur, wenn man kei­nen Re­gen­schirm da­bei­hat? Wie­so geht es bei der Schlan­ge an der Su­per­markt-Kas­se, an der man selbst steht, im­mer am lang­sams­ten? Die Ant­wor­ten kennt nie­mand.

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