Bun­des­rat be­schließt Hil­fe bei In­te­gra­ti­ons­kos­ten

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa) - Für die Un­ter­brin­gung und In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen zahlt der Bund Län­dern und Kom­mu­nen bis 2019 ins­ge­samt knapp 20 Mil­li­ar­den Eu­ro. Der Bun­des­rat hat ei­ner ent­spre­chen­den Ge­set­zes­vor­la­ge zu­ge­stimmt. Nach ei­nem Maß­nah­men­pa­ket zahlt der Bund – wie im Ju­li ver­ab­re­det – für die Jah­re 2016 bis 2018 ei­ne jähr­li­che In­te­gra­ti­ons­pau­scha­le von zwei Mil­li­ar­den Eu­ro. Für den Woh­nungs­bau gibt es in den kom­men­den bei­den Jah­ren zu­sätz­lich je ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro. Dar­über hin­aus über­nimmt der Bund für drei Jah­re die Kos­ten für die Un­ter­brin­gung von an­er­kann­ten Flücht­lin­gen. Von 2018 an wer­den die Kom­mu­nen dann pro Jahr um fünf Mil­li­ar­den Eu­ro ent­las­tet. Ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro da­von ge­hen an die Län­der, die das Geld wei­ter ver­tei­len sol­len.

„Ich hät­te mir ge­wünscht, dass die ge­sam­ten fünf Mil­li­ar­den Eu­ro di­rekt an die Kom­mu­nen ge­hen“, kri­ti­sier­te Lothar Rieb­sa­men (CDU), Mit­glied der Ar­beits­ge­mein­schaft Kom­mu­na­les und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für den Wahl­kreis Bo­den­see, den „Um­weg über die Län­der“. „Ich be­fürch­te näm­lich, dass die Län­der die­se ei­ne Mil­li­ar­de nicht eins zu eins wei­ter­ge­ben wer­den. Das lehrt uns die Er­fah­rung.“

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