Netz weg – was tun?

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - JOURNAL -

Kei­ne Se­ri­en, kein Face­book, kein Te­le­fo­nat – nicht mal E-Mail. Vie­le Din­ge, die schein­bar selbst­ver­ständ­lich sind, funk­tio­nie­ren bei ei­ner Stö­rung von Te­le­fon- und In­ter­net­an­schluss nicht mehr. Was dann? Die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten im Über­blick:

Was ist im ak­tu­el­len Fall der Te­le­kom-Stö­rung zu tun? Ur­sa­che der Stö­rung ist ein Pro­blem be­stimm­ter Rou­terMo­del­le bei der Ein­wahl ins Netz. Wer zu Hau­se Pro­ble­me mit dem In­ter­net- oder dem Te­le­fon­an­schluss hat, soll­te den Rou­ter neu star­ten. Da­bei rät ein Te­le­kom-Spre­cher, das Ge­rät vom Strom zu neh­men und min­des­tens drei Se­kun­den zu war­ten. Da­nach schließt man den Rou­ter wie­der an – das soll das Pro­blem be­he­ben.

Was ist ge­ne­rell zu tun, wenn das In­ter­net nicht geht? Der ers­te Schritt soll­te in die­sem Fall im­mer der Blick auf den Rou­ter sein, sagt Thors­ten Neu­hetz­ki vom On­lin­e­por­tal „Tel­ta­rif.de“. Mit Kon­troll­leuch­ten lässt sich die Ver­bin­dungüber­prü­fen. „Leuch­tet da ir­gend­was nicht, was sonst leuch­tet, gibt es ver­mut­lich ei­ne Stö­rung.“Ein Rou­ter-Neu­start sei dann im­mer ei­ne gu­te Idee.

Was, wenn die Stö­rung nicht in der Woh­nung liegt? Wer auf an­de­ren We­gen noch im Netz sur­fen kann, zum Bei­spiel über das Mo­bil­funk­netz per Smart­pho­ne, soll­te nach Lei­dens­ge­nos­sen su­chen. „Bei grö­ße­ren Sa­chen gibt es oft auf Face­book oder Twit­ter schon ent­spre­chen­de Mel­dun­gen“, sagt Neu­hetz­ki. An­sons­ten lohnt sich ein An­ruf beim Kun­den­ser­vice. Mit­ar­bei­ter kön­nen aus der Fer­ne prü­fen, ob die Lei­tung ge­stört ist.

Ha­ben Kun­den An­spruch auf Ent­schä­di­gung? „Ge­ne­rell hat der Ver­brau­cher ei­nen Er­stat­tungs­an­spruch für den aus­fall­be­ding­ten Zei­t­raum“, sagt Hen­rik Eg­li, Rechts­an­walt bei der Ver­brau­cher­zen­tra­le Rhein­land-Pfalz. Nach den meis­ten All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen der Pro­vi­der müs­sen Kun­den klei­ne­re Aus­fäl­le aber hin­neh­men. Al­ter­na­tiv zur Er­stat­tung könn­ten Er­satz­we­ge ver­langt wer­den. Da­zu zählt zum Bei­spiel ein Surfs­tick, mit dem Ver­brau­cher bis zur Lö­sung des Pro­blems on­line ge­hen kön­nen. (dpa)

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