Ta­rif­part­ner sind ge­for­dert

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - WIRTSCHAFT - Von Ben­ja­min Wa­ge­ner b.wa­ge­ner@schwa­ebi­sche.de

Die di­gi­ta­le Re­vo­lu­ti­on ver­än­dert die Wirt­schaft grund­le­gend. Sie zer­stört Ge­schäfts­mo­del­le, zwingt Un­ter­neh­men da­zu neue Pro­duk­te zu ent­wi­ckeln. Klar ist je­doch, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung in ei­nem Feld so gut wie al­le Un­ter­neh­men und Bran­chen, und da­mit so gut wie al­le Ar­beit­neh­mer, be­trifft: bei der Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on. Die di­gi­ta­le Tech­no­lo­gie bie­tet un­glaub­li­che Chan­cen: So er­mög­licht sie fle­xi­ble Ar­beits­zeit­mo­del­le, künf­tig kön­nen Ar­bei­ten mo­bil von über­all er­le­digt wer­den – zum Woh­le von Ar­beit­neh­mer und Un­ter­neh­men. Die neu­en Tech­ni­ken ber­gen aber auch rie­si­ge Ge­fah­ren: Wenn die Ar­beit von über­all mög­lich ist, dann ent­steht leicht der An­spruch, dass sie auch im­mer und über­all er­le­digt wer­den muss. Andrea Nah­les hat das er­kannt. Sie will Leit­plan­ken, die die Ta­rif­part­ner aus­fül­len müs­sen. Die Ar­beits­mi­nis­te­rin liegt rich­tig, denn staat­li­che Ge­set­ze wer­den es nicht schaf­fen, mit star­ren Re­gu­lie­run­gen der sich so ra­sant wei­ter­ent­wi­ckeln­den di­gi­ta­len Ar­beits­welt ge­recht zu wer­den. Doch nun sind die So­zi­al­part­ner ge­for­dert, sie müs­sen Re­geln fin­den, die di­gi­ta­len Mög­lich­kei­ten zum Wohl von Ar­beit­neh­mern und Un­ter­neh­men zu nut­zen, oh­ne ei­ne Sei­te zu über­for­dern.

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