Kim­mi und Mes­si

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - SPORT -

Wie al­le 206 Län­der die­ser Er­de will auch Nord­ko­rea bald Fuß­ball-Welt­meis­ter wer­den, zu­min­dest ist Dik­ta­tor Kim Jong-un (wie of­fen­bar sämt­li­che Dik­ta­to­ren die­ser Welt) ein gro­ßer Fuß­ball­fan. Er ist halt erst 32, und was will so ein 32-jäh­ri­ges Dik­ta­tor­le? Eben. Abends beim Bier Fuß­ball gu­cken, ne­ben­her den Schi­ri be­lei­di­gen und sich am En­de über den Sieg übers Nach­bar­land freu­en. Weil das mit Nord­ko­rea aber der­zeit schwer ist – in der Qua­li für die WM 2018 schei­ter­te die Nr. 121 der Welt­rang­lis­te an Us­be­kis­tan –, setzt Kim Jong-un, Sohn des Über-Dik­ta­tors Kim Jong-il, al­so ge­ra­de leicht be­lei­digt al­le He­bel in Be­we­gung rund um Pjöngjang. In ei­ner Aka­de­mie will Kim­mi, wie wir von der SZ ihn manch­mal nen­nen, Spie­ler aus­bil­den, „die die Fä­hig­kei­ten ei­nes Lio­nel Mes­si über­tref­fen“, so lau­tet der Plan. Der Ex-Frank­fur­ter Jörn An­der­sen, seit Mai Nord­ko­reas Na­tio­nal­trai­ner, hält den Plan für uto­pisch, weil: „Es gibt vie­le ta­len­tier­te Spie­ler. Aber sie müs­sen im­mer im Land blei­ben. Sie dür­fen nicht raus.“Des­halb hät­te die SZ da ei­ne Fra­ge an Kim­mi: Wol­le mer se net end­lich raus­las­se? (zak)

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