Asy­l­ent­schei­dun­gen sol­len vor­zei­tig über­prüft wer­den

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (epd) - Als Kon­se­quenz aus dem Fall des Ter­ror­ver­däch­ti­gen Fran­co A. lässt Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) um­fas­send Asy­l­ent­schei­dun­gen nach­träg­lich über­prü­fen. Wie de Mai­ziè­re sag­te, soll die so­ge­nann­te Wi­der­rufs­prü­fung in al­len Fäl­len von Män­nern im Al­ter von 18 bis 35 oder 40 Jah­ren aus den zehn Top-Her­kunfts­län­dern Asyl­su­chen­der vor­ge­zo­gen wer­den. Die­se Prü­fun­gen sind nach dem Ge­setz nach drei Jah­ren vor­ge­se­hen.

Mit dem Vor­zie­hen der Prü­fun­gen wä­ren auch je­ne ein­be­zo­gen, die im Zu­ge der Flucht­be­we­gung ab dem Spät­som­mer 2015 nach Deutsch­land ka­men und de­ren Ver­fah­ren teil­wei­se schrift­lich ab­ge­wi­ckelt wur­den, weil das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge in die­ser Zeit stark be­las­tet war. Nach An­ga­ben von Amts­lei­te­rin Jut­ta Cordt be­tref­fen die Nach­prü­fun­gen 80 000 bis 100 000 Fäl­le. Mit den Wi­der­rufs­prü­fun­gen soll im Som­mer be­gon­nen wer­den.

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