Ber­lin will EU-Hil­fen an Grund­rech­te knüp­fen

Schwaebische Zeitung (Wangen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa/AFP) - Die EU soll Mit­glieds­län­dern den Geld­hahn zu­dre­hen kön­nen, wenn die­se sich nicht an rechts­staat­li­che Nor­men hal­ten. Die Bun­des­re­gie­rung plä­diert da­für, dass die Aus­zah­lung von EU-För­der­geld für wirt­schaft­lich schwä­che­re Re­gio­nen künf­tig auch von der Ach­tung rechts­staat­li­cher Prin­zi­pi­en und der Grund­rech­te in den Mit­glied­staa­ten ab­hän­gig ge­macht wer­den. In ei­nem Pa­pier des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums hieß es, es sol­le ge­prüft wer­den, ob dies von 2020 an mög­lich ist. Ei­ne sol­che Maß­nah­me könn­te Län­der wie Un­garn oder Po­len tref­fen. Sie er­hal­ten ho­he EU-Zah­lun­gen, ver­sto­ßen nach Mei­nung der EU-Kom­mis­si­on aber ge­gen rechts­staat­li­che Prin­zi­pi­en. Po­len ist der mit Ab­stand größ­te Emp­fän­ger von Mit­teln aus dem EU-Ko­hä­si­ons­fonds.

In der Kom­mis­si­on und Tei­len des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments gibt es schon län­ger De­bat­ten, den Er­halt von EU-Struk­tur­hil­fen nicht nur an die Ein­hal­tung rechts­staat­li­cher Grund­prin­zi­pi­en der EU zu knüp­fen, son­dern auch an die In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen.

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